Die Athus-Maas-Linie (ligne Athus–Meuse bzw. Athus-Maaslijn), bzw. deren Teilstrecken, verbinden als zweigleisige (PDF-Dokument; 1,8 MB) Hauptbahn In: infrabel.be. (PDF; 2,1 MB) den Agglomerationsraum von Namur an der Maas () mit den belgischen Ardennenorten Dinant, Virton und Athus. Von diesen Orten aus führen Strecken weiter nach Frankreich und Luxemburg sowie zur Fernverkehrsstrecke über die Berge nach Libramont und Arlon.

Streckenbeschreibung

Von Namur bis Dinant folgt die Strecke dem Tal der Maas, deren Durchbruchstal durch die Ardennen von Charleville-Mézières bis Namur reicht und von Hastière an belgisches Staatsgebiet ist. Bis in die 1980er Jahre bestand von Dinant aus noch eine Verbindung durch das Maastal nach Frankreich. Diese Strecke ist heute außer Betrieb. Beim Bahnhof (Dinant-)Anseremme verlässt die Athus-Meuse-Linie nach Querung der Maas deren Tal und führt über die Höhenzüge der Ardennen bis nach Bertrix, wo die Athus-Meuse-Linie auf einen von Libramont kommenden Streckenteil trifft. Die Verbindung führt nun via Florenville und Virton nach Aubange und Athus mit seinem Trockenhafen und den Strecken nach Arlon, nach Longuyon (Frankreich) sowie nach Esch (Luxemburg).

Betrieb und Geschichte Entstehung Am 5. Februar 1862 wurde der Abschnitt Namur–Dinant fertiggestellt, ein Jahr später folgte die Verbindung Dinant–Givet (Frankreich).

Eröffnet wurde die Strecke in vier Abschnitten zwischen 1877 und 1882 ausgehend von Athus:

Athus–Signeulx am 20. Januar 1877 Signeulx–Florenville am 26. März 1879 Florenville–Bertrix am 20. Dezember 1880 Bertrix–Libramont am 21. August 1882 Das zweite Gleis folgte hier von 1922 bis 1927.

Der Abschnitt von Dinant nach Bertrix wurde etappenweise zwischen dem 20. Dezember 1880 und dem 20. Oktober 1899 angelegt und von 1910 bis 1924 zweigleisig ausgebaut.

Elektrifizierung, Sicherheitstechnik Seit dem 27. Mai 1990 können elektrische Züge (3 kV) Dinant erreichen (Intercity-Züge der SNCB). Seit dem 15. Dezember 2002 ist auch der Ardennenteil der Athus-Meuse-Linie elektrifiziert, allerdings mit französischer Wechselspannung (25 kV).

Bis 2015 war die Ausrüstung des Abschnittes Athus–Bertrix mit ETCS geplant. (PDF-Datei)

Zugverkehr Auf dem mit 3 kV elektrifizierten Abschnitt Namur–Dinant kommen Intercity der SNCB im Stundentakt zum Einsatz, die Dinant mit dem Bahnhof Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid verbinden. Verstärkt wird das Angebot durch InterRegio- und P-Züge, sowie durch IC-Ts (touristisch orientierter InterCity) in den Sommermonaten. Im InterCity- und InterRegio-Verkehr sind AM80 Break-Triebwagen im Einsatz, für den P-Zug-Verkehr und IC-T-Dienst Triebwagen der NMBS/SNCB-Reihe 41.

Auf dem Ardennenteil mit 25-kV-Oberleitung kommen neben Güterloks für den Personenverkehr Elektrotriebwagen Desiro Mainline zum Einsatz.[beluxtrains.net beluxtrains.net], Abfrage vom 28. Juni 2013.

Im Ardennenteil verkehren mehrere Regionalzuglinien im Zweistundentakt:

L-Trein: Libramont – Bertrix – Beauraing – Dinant macht in Bertrix Kopf L-Trein: Libramont – Bertrix – Virton – Athus – Arlon der Abschnitt Virton – Rodange – Arlon wird nur an Werktagen befahren. Diese Linie bediente bis zum Dezember 2012 auch Rodange in Luxemburg und wechselte dort die Fahrtrichtung. Durch Überlagerung dieser beiden Linien gibt es im Teil Libramont – Bertrix einen Stundentakt. Auf beiden Linien werden elektrische Triebzüge vom Typ Desiro Mainline eingesetzt. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 verkehrten Dieseltriebwagen Reihe 41 auf dieser Linie und bedienten außerdem Rodange, Luxemburg, wo sie Kopf machten.beluxtrains.net, Abfrage vom 28. Juni 2013. Ferner verkehren werktags noch zusätzliche Züge der CFL:

RB Athus – Rodange – Luxemburg

Einzelnachweise

Weblinks

Spoorlijn 154 in der niederländischen Wikipedia Spoorlijn 166 in der niederländischen Wikipedia Spoorlijn 165 in der niederländischen Wikipedia Spoorlijn 167 in der niederländischen Wikipedia

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