Die Freie Evangelische Schule Dresden (kurz FES) ist eine 1993 gegründete, staatlich anerkannte Grund- und Oberschule sowie ein staatlich genehmigtes Gymnasium in freier Trägerschaft. Der Bildungscampus, der zudem eine Kindertagesstätte und einen Schulhort umfasst, befindet sich im Dresdner Stadtteil Tolkewitz/Seidnitz-Nord.Träger-Datenblatt FES Dresden gGmbH (schuldatenbank.sachsen.de, abgerufen am 10. November 2021)

Schulkonzept Der pädagogische Leitgedanke der FES Dresden lautet „Gemeinsam Glauben. Leben. Lernen.“ Die christlich-evangelische Ausrichtung ist ein zentraler Pfeiler und prägt den Schulalltag durch tägliche Andachten sowie regelmäßige Gottesdienste.

Ein Kernaspekt des pädagogischen Profils ist das Konzept „Hauptfach Mensch“, bei dem die persönliche und soziale Entwicklung der Schüler durch eine intensive Beziehungsarbeit und wertschätzende Zuwendung durch die Lehrkräfte und Mitarbeiter der FES im Mittelpunkt steht. Um ein sicheres und förderliches Lernumfeld zu gewährleisten, kooperiert die Schule mit einem Schulpsychologen und bietet Schulsozialarbeit zur präventiven und krisenorientierten Unterstützung an.

Eine strukturelle Besonderheit der FES ist die gemeinsame Orientierungsstufe in den Klassen 5 und 6. Diese ermöglicht den Kindern von Gymnasium und Oberschule ein einheitliches Lernumfeld, bevor der Unterricht ab der 7. Klasse schulartspezifisch fortgeführt wird.

Der Campus der FES Dresden gliedert sich in Kindertagesstätte, Schulhort, Grundschule, Oberschule sowie Gymnasium.

Geschichte Die Grundschule der FES wurde 1993 gegründet und nahm im Stadtteil Laubegast ihre erste Klasse auf. Im August 2002 wurde die Schule vom Hochwasser in Dresden schwer getroffen. Da die Räumlichkeiten zudem für die stetig wachsende Schülerzahl nicht mehr ausreichten, bezog die FES Dresden 2003 ein Gebäude an der Hausdorfer Straße im Stadtteil Tolkewitz/Seidnitz-Nord. Im Jahr 2006 erfolgte dort eine deutliche Erweiterung der Einrichtung durch den Schulhort und die Oberschule. Seit dem Jahr 2014 findet der Unterricht im Schulneubau am gleichen Standort statt.

Bereits 2017 begannen die Planungen für die Erweiterung des Schulgeländes um einen gymnasialen Zweig auf dem benachbarten Grundstück (Altenberger Straße 83). Diese verzögerte sich zunächst durch Nutzungsfragen seitens der Stadtverwaltung. Im Mai 2023 erfolgte schließlich der Baubeginn mit den Abrissarbeiten der Bestandsgebäude. Zum Schuljahr 2023/24 startete der bis zum Abitur dreizügig ausgelegte gymnasiale Zweig zunächst mit 75 Schülerinnen und Schülern. Der Unterricht fand in den ersten zwei Jahren in modernen Interims-Containern auf dem Schulgelände statt. Nach der Grundsteinlegung im April 2024 und dem Richtfest im Januar 2025 konnte der Neubau des Gymnasiums am 7. November 2025 offiziell bezogen werden. Dieser kann insgesamt 600 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Am Ende werden 1.200 Schülerinnen und Schüler an der FES Dresden unterrichtet werden.

Ausstattung Durch die stetigen Erweiterungen ist ein durchgängiger Bildungscampus von der Kindertagesstätte bis zum Abitur entstanden. Die Schule verfügt über weitreichende Sportanlagen, darunter eine Rennbahn, einen Fußballkäfig sowie eine halbseitig teilbare Sporthalle, einen großen Mehrzweckraum und einen Musikraum.Imagefilm der FES (Youtube.com vom 25. Mai 2011, abgerufen am 10. November 2021) Im September 2025 wurde das Angebot durch die Inbetriebnahme einer modernen 3-Felder-Turnhalle erweitert. Der Fußballkäfig wird für den Sportunterricht benutzt und kann auch in den Pausen seitens der Oberschüler und Grundschüler genutzt werden. Basketballkörbe und ein zweiter Fußballplatz runden das Angebot ab.

Beim Ausbau des Campus wurde besonderer Wert auf nachhaltiges und ökologisches Bauen gelegt. Sowohl das neue Gebäude des Gymnasiums als auch die neue Turnhalle sind mit begrünten Dächern ausgestattet, die der natürlichen Isolierung dienen, das Mikroklima verbessern und Regenwasser speichern. Das gesamte anfallende Regenwasser wird unterirdisch auf dem Schulgelände versickert. Zudem nutzt die Schule erneuerbare Energien durch Photovoltaikanlagen und moderne Wärmerückgewinnungssysteme.

Weblinks

Website der Freien Evangelischen Schule Dresden Website der Kindertagesstätte

Einzelnachweise

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