Der Blauflügel-Sperlingspapagei (Forpus xanthopterygius) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae).

Aussehen Hauptfarbe dieser Art (Nominatform) ist gelblichgrün, wobei der Kopf mehr grün ist. Die Männchen haben einen dunkelblauen Bürzel und blaue bis violette Achseln und Unterflügelfedern. Die Weibchen sind fast ganz grün, wobei die Federn an der Stirn und um den Schnabel blasser bzw. leicht gelblich sind. Die Jungvögel sind wie adulte Tiere gefärbt, aber das Blau ist noch nicht so stark ausgebildet. Der Schnabel ist hornfarben bzw. leicht grau. Die Füße sind fleischfarben und die Iris ist dunkelbraun.

Verbreitung mini|Das Verbreitungsgebiet des Blauflügel-Sperlingspapageis Der Blauflügel-Sperlingspapagei in Peru, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Argentinien vor.

Unterarten Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World bird list Parrots, cockatoos Forpus xanthopterygius flavescens (, 1891)Tommaso Salvadori (1891), S. 248. kommt im südöstlichen Peru und östlichen Bolivien vor. Forpus xanthopterygius flavissimus , 1929Carl Eduard Hellmayr (1868), S. 446–448. ist im nordöstlichen Brasilien verbreitet. Forpus xanthopterygius xanthopterygius (, 1824)Johann Baptist von Spix (1824), S. 38–39, Tafel 34 Abbildung 1. ist vom östlichen Brasilien über das Paraguay und das nördliche Argentinien verbreitet

Psittacula passerina vivida , 1888Robert Ridgway (1888), S. 539. wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Lange wurde der Dickschnabel-Sperlingspapagei (Forpus crassirostris (, 1883))Władysław Taczanowski (1868), S. 72. als Unterart des Blauflügel-Sperlingspapageis geführt. Mit der Abspaltung wurde auch Forpus xanthopterygius olallae , 1945Nils Carl Gustaf Fersen Gyldenstolpe (1945), S. 55. abgespalten, ein Name, der heute als Synonym für den Dickschnabel-Sperlingspapagei betrachtet wird.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Blauflügel-Sperlingspapagei erfolgte 1824 durch Johann Baptist von Spix unter dem wissenschaftlichen Namen Psittaculus xanthopterygius. Als Verbreitungsgebiet gab er Minas Gerais an. 1858 führte Friedrich Boie die neue Gattung Forpus für den Grünbürzel-Sperlingspapagei (Forpus passerinus) (, 1758) und Psittacus rufirostris , 1758 ein.Friedrich Boie (1858), S. 363. Für die Etymologie des Wortes Forpus gibt es keine Erklärung. Es wurde vermutet, dass es sich aus dem griechischen phoreō für „etwas tragen“, „mit etwas ausgestattet sein“ und pous für „Fuß“ zusammensetzt. Arthur Alfred Prestwich stellte in seinem Buch I Name This Parrot. Brief biographies of men and women in whose honour commemorative names have been given die These auf, dass es sich vom lateinischen „profus“ für „sich ausbreiten“, in Anspielung auf ihre kurzen, keilförmigen Schwänze, ableiten könnte.Forpus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname xanthopterygius ist ein Wortgebilde aus und .xanthopterygius The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Flavescens leitet sich von flavescens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, flavissimus von flavissimus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und vivida von ab.vivida The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay zwölf Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Hans Krieg (1888–1970) in Zanja Moroti im Bergland des Río Apa und in Nueva Germania, zur Verfügung. Laubmann schlug die paraguayanischen Vögel P. p. vivida zu. Zwei weitere Exemplare stammten aus Bernalcue und Asunción ohne die Sammler zu nennen. In der Literatur sah er in Lambaré durch Hans Hermann Carl Ludwig von BerlepschHans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 26., in Sapucai durch Charles ChubbCharles Chubb (1910), S. 264, in Villarica durch Roberto DabbeneRoberto Dabbene (1912), S. 291 sowie im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 45. und Monte SociedadArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 247. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni Nachweise für das Land. Außerdem erwähnte er Loro/Lorito del enanoFélix de Azara (1805), S. 463–468. von Félix de Azara.Alfred Laubmann (1939), S. 184–185.

Literatur

Weblinks

Papageienatrium Ulm

Einzelnachweise

Kategorie:Neuweltpapageien