Kulmain (bairisch: Kulma) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im äußersten Norden der Oberpfalz, zwischen Steinwald und Fichtelgebirge. Der nördliche Teil des Gemeindegebietes gehört zum Naturpark Fichtelgebirge. Das Gemeindegebiet grenzt im Osten an den Lauf der Fichtelnaab, der größere Teil entwässert aber südwärts zur Haidenaab.
Nachbargemeinden
Gemeindegliederung Es gibt 19 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt die Gemarkungen Kulmain, Lenau (nur Gemarkungsteil 0), Oberbruck, Oberwappenöst und Zinst.
Geschichte Ortsname Der Ortsname Kulmain stammt vom slawischen Cholmina oder Chomane und bedeutet Hügelbewohner.Ulrich Kinder: Der Befestigungsbau im Landkreis Tirschenreuth. Aus der Reihe: Arbeiten zur Archäologie Süddeutschlands, Band 28. Verlag Dr. Faustus, Büchenbach 2013, ISBN 978-3-933474-82-7, S. 56.
Neuzeit Kulmain gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Waldeck des Kurfürstentums Bayern. In Kulmain existierten zwei Landsassengüter mit einer Jurisdiktion wie bei offenen Hofmarken: Kulmain an der Kirche der Freiherren von Gobel und Kulmain am Weiher der Freiherren von Ponzelin. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige politische Gemeinde.
Eingemeindungen Im Jahr 1946 wurde die Gemeinde Oberbruck eingegliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam am 1. Januar 1972 Zinst hinzu. Am 1. Januar 1978 folgten Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Lenau und Oberwappenöst. Zum 1. Januar 2017 kam eine 3.264.123 m2 große Teilfläche des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Lenauer Forst zur Gemeinde und gleichzeitig wurden aus der Gemeinde Kulmain 22.140 mm2 in die Gemeinde Immenreuth und 37.430 mm2 in die Gemeinde Brand umgegliedert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2154 auf 2278 um 124 bzw. um 5,8 %.
Politik
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2026 Marco Pscherer von der CSU.
Gemeinderat Der Gemeinderat bestand nach der Gemeinderatswahl aus 14 Mitgliedern: CSU: 4 Sitze Freie Wähler Kulmain: 4 Sitze SPD: 1 Sitze Bürgerliste: 3 Sitze AfD: 2 Sitze
Wappen
Gemeindepartnerschaften Seit 1988 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Purbach am Neusiedler See.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler
Ehemalige Schulgebäude Hauptstraße 12 in Kulmain Schloss Kulmain Schloss Kulmain an der Kirche
Naturdenkmäler Der Ortsname liefert einen Hinweis auf die Kulmen, die sich unweit der Gemeinde erheben (vergleiche Rauher Kulm). Unweit des Dorfes befindet sich der Armesberg.
Persönlichkeiten Ehrenbürger Martin Wiesend (1910–2003), Weihbischof des Erzbistums Bamberg Gerd Schönfelder (* 1970), mehrfacher Paralympicssieger
Söhne und Töchter der Gemeinde
Georg Engelhard von Löhneysen (1552–1622), Berghauptmann, Autor und Verleger Nathanael Burger OFM (1733–1780), Franziskaner, China-Missionar, Apostolischer Vikar und Bischof in China Martin Vogt (1781–1854), Cellist, Organist und Komponist Martin Wiesend (1910–2003), Weihbischof in Bamberg und Titularbischof von Migirpa Eugen Braun (* 1938), 1988–1996 Bürgermeister von Altenkunstadt Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (* 1945), Religionsphilosophin, Professorin an der TU Dresden Wolfgang Lippert (* 1955), Kommunalpolitiker und Landrat des Landkreises Tirschenreuth Gerd Schönfelder (* 1970), mehrfacher Paralympicssieger
Weblinks
Gemeinde Kulmain (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Tirschenreuth Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)