Hephthemimeres (, ‚sieben halbe Teile‘, nämlich halbe Versfüße) ist in der antiken Verslehre eine Zäsur nach dem siebten Halbfuß eines Verses, also im vierten Versfuß. Zum Beispiel im Hexameter
und im jambischen Trimeter:
Die Hephthemimeres tritt beim Hexameter zumeist gemeinsam mit einer Trithemimeres nach dem dritten Halbfuß als Nebenzäsur auf, hier mit markiert:
So auch in diesem Vers von CatullCatull Carmina 64, 193.:
sowie dieser Nachbildung des Hexameters von HölderlinFriedrich Hölderlin: Heimkunft. 4. Strophe, V. 1. In: (ders.): Sämtliche Werke. 6 Bände. Bd. 2, Stuttgart 1953, S. 101, online.:
Das Metrum im deutschen Hexameter kann mit Doppelkürze (, daktylisch) oder kurzer Silbe (, trochäisch) realisiert werden.
Oder bei Goethes Reineke FuchsGoethe: Reineke Fuchs I, v. 6, online:
Siehe auch Penthemimeres
Literatur Otto Knörrich: Lexikon lyrischer Formen (= Kröners Taschenausgabe. Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 91. Günther Schweikle, Dieter Burdorf (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 312.
Einzelnachweise
Kategorie:Verslehre