Weißenborn ist ein Ortsteil der Gemeinde Gleichen im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen mit 200 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2024).

Geographische Lage mini|links|Weißenborn von Süden her gesehen (im Hintergrund rechts der Rote Uferberg) Weißenborn liegt ungefähr 15 Kilometer südöstlich von Göttingen unmittelbar an der ehemaligen Innerdeutschen Grenze und heutigen niedersächsisch-thüringischen Landesgrenze. Die Ortslage befindet sich im oberen Gartetal in der Buntsandsteinlandschaft des Eichsfelder Hügellandes. Das Quellgebiet der Garte befindet sich im östlichen Gemeindeteil. Höchste Erhebung ist ein Muschelkalkrücken (bis 340 m) östlich und südlich des Ortes mit dem Hopfenberg. Zum Ort wird noch die nördlich gelegene kleine Ansiedlung Charlottenburg gezählt.

Nachbarorte sind die ebenfalls zur Gemeinde Gleichen gehörenden Ortsteile Bischhausen im Westen, Beienrode im Norden sowie die Eichsfelder Orte Glasehausen im Osten und Siemerode im Süden.

mini|Kirche St. Nikolai mini|Thieplatz in Weißenborn Geschichte Von 1897 bis 1931 besaß Weißenborn einen Bahnhof an der schmalspurigen Gartetalbahn.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde Weißenborn am 1. Januar 1973 ein Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Gleichen. (PDF; 16 kB)

Politik Ortsrat Der Ortsrat setzt sich aus fünf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

Wählergemeinschaft Weißenborn: 5 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 12. September 2021)

Ortsbürgermeister Ortsbürgermeisterin von Weißenborn ist Gudrun Glahn.Gemeinde Gleichen - Weißenborn. In: gleichen.de, abgerufen am 20. Dezember 2021

Wappen

Sehenswürdigkeiten Ev. Kirche St. Nikolai mini|hochkant=1.5|Befestigter Kirchhof der Wehrkirche Die evangelische Kirche St. Nikolai steht auf einer Anhöhe. Dort befindet sich auch ein befestigter Friedhof, dessen Mauer in Teilen vorhanden ist. Von der mittelalterlichen Kirche ist der Westturm erhalten. Das Portal stammt aus dem Jahr 1740. In dieser Zeit wurde auch der verputzte Bruchsteinsaal, der eine Holztonnenwölbung trägt, angefügt. Der ehemalige Kanzelaltar, bei dem der Kanzelkorb herausgetrennt ist, stammt wohl aus dem Jahr 1756.WEISSENBORN Gem. Gleichen, Kr. Göttingen. Ev. Kirche St. Nicolai. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, Seite 1339 Die Kirche weist durch ihre Lage auch Anzeichen einer Wehrkirche auf. So befindet sich im Süden eine ehemalige Schießscharte. Das Mauerwerk weist an Turm und Kirchenschiff eine Stärke von etwa 1,20 m bis 1,40 m auf. Das obere, 2,5 m hohe, massive Ende des Kirchturms datiert auf das Jahr 1681. Eine frühere Glocke wurde wegen des Ersten Weltkriegs 1917 für Kriegszwecke eingezogen, auf ihr befand sich die Inschrift Fuer die Gemeinde Weißenborn gegossen von Heinrich Gabel in Freienhagen 1859, als Carl Stephan Pastor, Carl Luetge Lehrer, Rohmann, Hille, Luthin und Aschoff Kirchenvorsteher waren. Die später eingesetzte Glocke enthielt die Worte JACOB-PAPPE-IN-ERFFORT-ANNO-1-6-8-0 GOS-MICH. Eine an der südlichen Seite des Innenraums der Kirche befindliche Inschrift deutet auf den Fall der Südwand im Jahr 1681 hin und die Verpflichtung von Karl und Friedrich Goertz, das Gotteshaus mithilfe von zwei anderen wieder aufzubauen.

Der Thieplatz in der Dorfmitte. Südlich an der ehemaligen Innerdeutschen Grenze wurden aus Dank an die Grenzöffnung 1990 ein Bildstock und ein Gedenkstein errichtet.

Weblinks

Weißenborn auf der Website der Gemeinde Gleichen Seite zu Weißenborn

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Göttingen Kategorie:Geographie (Gleichen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Göttingen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1973