Ein umgangssprachlich als Sechserbrücke bezeichnetes Bauwerk ist eine Brücke, für deren Benutzung die Passanten einen Brückenzoll entrichten mussten. Das war zur Bauzeit ein halber Groschen oder sechs Pfennige für einen Fußgänger, später auch nur fünf Pfennige. Mit den Einnahmen erfolgte eine Refinanzierung der Bau- und Unterhaltskosten.
Solche Sechserbrücken waren und sind bekannt in Berlin Ebertsbrücke (Brückenzoll erhoben von 1820–1825) Jannowitzbrücke (1822–1840) Kunowskibrücke über den Königsgraben (heutige Rochstraße) (1825–1884) Kavalierbrücke (1832–1873) Schillingbrücke (1840–1862) Tegeler Hafenbrücke (1909–1922) Passau für den Innsteg, eine 1916 errichtete Fußgängerbrücke über den Inn. Hier ist die lange schmale Brücke als Fünferlsteg bekannt.