Awassa (auch Awasa oder Hawassa, ) ist die Hauptstadt der Region Sidama, in der sie liegt, und der ehemaligen Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker, zu der sie bis 2020 gehörte und für die noch eine neue Hauptstadt gesucht wird.SNNPRs Council approves legal framework which makes Hawassa City accountable to future Sidama Regional State. In: addisstandard.com vom 18. Oktober 2019, abgerufen am 25. November 2020. Sie liegt im Süden Äthiopiens am Awasasee im Ostafrikanischen Grabenbruch, rund 280 km südlich von Addis Abeba.
Bevölkerung Laut Schätzung von 2016 hatte Awassa 318.618 Einwohner. 1994 waren von 69.169 Bewohnern 31,42 % Amharen, 24,91 % Wolaytta, 11,55 % Oromo, 10,2 % Sidama, 4,85 % Kambaata, 4,6 % Tigray, 3,23 % Soddo-Gurage, 2,15 % Silt'e, 2,13 % Sebat-Bet-Gurage und 1,56 % Hadiyya. 63,42 % sprachen Amharisch als Muttersprache, 14,55 % Wolaytta, 8,19 % Sidama, 4,2 % Oromo, 2,47 % Tigrinya und 2,38 % Kambaata.; CSA, 1996, S. 154, 196
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand seit der Volkszählung 1984. Jahr Einwohner1984 36.1691994 69.1692007 157.1392016 318.6182022 422.200
Infrastruktur und Wirtschaft Die Stelle des heutigen Awassa dürfte ursprünglich dicht bewaldet gewesen sein, und bis heute stehen vor allem im Norden und Westen der Stadt hohe Eichen und Akazien. Die ganzjährige Verfügbarkeit von Wasser machte den Ort für die Bewohner des Hochlandes attraktiv, in jüngerer Zeit ist die Wasserqualität allerdings schlechter geworden, da wie in anderen äthiopischen Städten kein Abfallentsorgung- und Abwasserreinigungssystem besteht. Dass Awassa zur Hauptstadt der Provinz Sidamo wurde und später die Hauptstadt der Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker ist, trug zum starken Wachstum der Stadt bei.Mekete Belachew: Awasa. In: Siegbert Uhlig (Hrsg.): Encyclopaedia Aethiopica, Band 1. 2003, ISBN 978-3-447-04746-3
Eine Straße verbindet Awassa mit Addis Abeba und mit Nairobi.
Fischerei im Awasasee ist ein wichtiger Erwerbszweig der Stadt. Das internationale Unternehmen Indochine, das weltweit 15.000 Beschäftigte hat, baut vor Ort eine Textilfabrik für Oberbekleidung auf, sie beschäftigte im Jahr 2017 1500 Näherinnen.Angela Köckritz: Das Mädchen und das Kapital. In: Die Zeit, Nr. 52/2017, S. 17 f.; Reportage
Mit dem Awasa Adventist College und der Universität Awassa (ehemals Debub University, Universität des Südens) verfügt die Stadt über zwei Hochschulen.
Awassa ist Sitz des Apostolischen Vikariats Awassa. Die größte und bekannteste Kirche in der Stadt ist St. Gabriel.
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