mini|Waterloo & Robinson (1976) mini|Waterloo & Robinson (2003) Waterloo & Robinson ist ein österreichisches Pop-Duo bestehend aus Hans Kreuzmayr (Waterloo) und Josef Krassnitzer (Robinson).
Geschichte Hans Kreuzmayr und Sepp Krassnitzer lernten sich 1969 kennen, als Kreuzmayr für seine Boutique einen Mitarbeiter für die Auslagengestaltung suchte. Zu diesem Zeitpunkt sangen und spielten beide in lokalen Linzer Bands: Kreuzmayr bei den Melodias, Krassnitzer bei den Roosters. Sie beschlossen, gemeinsam Musik zu machen, wobei sie bei den ersten Auftritten – mangels echten Bandnamens – als Edward Brothers angekündigt wurden.
links|mini|250px|Waterloo & Robinson beim Eurovision Song Contest 19761971 belegten sie mit Du kannst sehen (ein Lied über ein blindes Mädchen) den dritten Platz bei den Solo-Künstlern der Show-Chance. Es folgten die Erfolge Lili’s Haus, Baby Blue (der erste Europa-Hit) und der Welthit Hollywood, geschrieben von Christian Kolonovits. Ab Juni 1974 belegten W&R mit Baby Blue und Hollywood bis Ende 1974 abwechselnd die Plätze 1 und 2 der Ö3-Hitparade (damals eine Postkarten-Hitparade). Da kein Ende abzusehen war, schaffte Ö3 mit Beginn 1975 die Hitparade ab und führte sie erst ab 1980 (3. Februar) mit verändertem Reglement wieder ein.
Beim Eurovision Song Contest 1976 erreichten sie für Österreich den 5. Platz mit My Little World. 1978 drehten sie in Kenia den Film Wild Land, zu dem es auch eine LP mit dem Titel Wild, Wild Land gibt.
Mittlerweile verlagerte sich der Erfolg immer mehr nach Deutschland. Als 1979 Do you remember Marianne erschien, blieb das in Österreich relativ unbeachtet, in Deutschland hatten sie in kurzer Zeit Gold erreicht. Sie waren Dauergäste in der ZDF-Hitparade, in Disco und in den großen Abendshows von Peter Frankenfeld, Vico Torriani, Lou van Burg, Hans Rosenthal usw. Die ausbleibenden Erfolge in Österreich führten zu Unstimmigkeiten. 1981 trennte sich das Pop-Duo.
Waterloo schaffte mit Im Land das Ewigkeit heißt schnell wieder den Einstieg – auch in die heimischen Charts. Es folgten, Freiheit, Impossible Dream, Tod eines Traums, So a wunderschönes Leb’n. In Deutschland erhielt er als erster Österreicher eine Auszeichnung als bester deutscher Sänger. Auch von Robinson gab es einige Soloplatten, außerdem wirkte er zu dieser Zeit an vielen Produktionen von Nachwuchskünstlern mit. Aber um ihn war es deutlich ruhiger.
Nach etwa zehn Jahren Trennung gab es Ansätze, es doch wieder gemeinsam zu versuchen. Sie standen 1989 und 1990 zusammen bei einem Konzert auf der Bühne. Beide machten aber auch Soloprojekte weiter: So war zum Beispiel Robinson mit seinem Musikkollegen Donald Duncan auf „Unplugged Tour“; Waterloo bekam die Gelegenheit, einige Zeit in einem Indianerreservat in Nordamerika zu verbringen, was seine weitere Musik stark beeinflusste. Es folgten seine „indianischen“ Alben Tales of the Sun, Moon and Stars, Apaches’ Land und Indio. Zum Zeitpunkt des Erscheinens von Indio verkörperte er gerade bei den Karl-May-Festspielen in Winzendorf den Winnetou. Dort lernte er auch seine jetzige Frau Andrea kennen.
Bei den Konzerten von Waterloo & Robinson wechselten sich nun indianisch geprägte Songs mit den Hits aus den 1970er Jahren, aber auch neuem Material ab. 2002 brachten die beiden die Maxi Na Naa, Nanana – Live Is Life (Cover des Opus-Hits) heraus, und landeten damit für sieben Wochen in den österreichischen Charts, gleich nach Veröffentlichung als Smash-Hit der Woche. 2004 erreichten sie bei der österreichischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest mit You Can Change the World den zweiten Platz.
2005 erschien zu Waterloos 60. Geburtstag seine Solo-CD Im Atemzug der Zeit, 2006 veröffentlichte er ebenfalls solo eine Weihnachts-CD. Auch Robinson stand zu dieser Zeit mit Soloprojekten im Studio. Zu dieser Zeit waren Waterloo & Robinson noch gemeinsam auf Tour.
Mitte 2007 beschlossen sie, sich auch live nur noch auf ihre Soloprojekte zu konzentrieren.
2015 vereinten sich die beiden wieder, jedoch nur auf Zeit und für einige Spezial- und Fernsehauftritte im Rahmen des in Wien ausgetragenen Eurovision Song Contest.
Diskografie Alben 1974: Sing My Song 1975: Please Love Me 1975: Unsere Lieder 1976: Songs 1976: Clap Your Hands 1976: The Best of Waterloo & Robinson 1971: 1976 (Doppelalbum) 1977: Hollywood: The Best of Waterloo & Robinson (nur in Deutschland) 1977: Successen (nur in den Niederlanden) 1977: Beautiful Time 1977: The Original 1978: Wild, Wild Land 1980: Brand New Start 1980: Ich denke oft an … 1981: Spiegelbilder 1982: Unsere schönsten Lieder 1982: Ihre 16 größten Erfolge 1988: Poptakes 1992: Weihnachten mit Waterloo & Robinson 1994: Powertime 1995: Private Collection 1998: Master Series 1999: Hollywood 2000 2002: Marianne 2013: The Best of Waterloo & Robinson (Krone-Edition Austropop)
Singles 1971: Du kannst sehen 1972: Sag’, woher wehst du Wind 1972: Lili’s Haus 1973: Mamy & Dad 1973: Sailor 1973: Waterloo & Robinson Song 1974: Baby Blue 1974: Hollywood 1974: Das war Hollywood von gestern 1974: Midnight Movie (nur in Großbritannien) 1975: Old Times Again 1975: Straßen der Nacht 1975: Walk Away 1975: Geh zu ihr 1976: My Little World 1976: Meine kleine Welt 1976: Danke schön! 1976: Sunday 16 1976: My, My, My 1976: Du bist frei 1977: Hide Away 1977: Stille Nacht 1977: Cadillac Cafe 1977: Weihnachten mit Waterloo & Robinson 1978: Unser kleines Team 1978: Im Garten Eden 1978: Himmel, Donner, Arm und Zwirn 1978: Chocolata 1978: Do You Remember Marianne 1979: Ich denk’ noch oft an Marianne 1979: Sally, They’re Selling the Army 1980: Du, die verkaufen die Army 1980: Eleonora 1981: Frühstück in Berlin 1992: Barcelona 1996: Crema 1997: Write On 1998: Willkommen Österreich 2000: 2gether We r Strong (Waterloo & Robinson feat. Panah) 2000: In der schönen Weihnachtszeit (Waterloo & Robinson & Kindergarten Walding) 2002: Na Naa.Nanana Live Is life 2003: Marilyn 2004: You Can Change the World
Weblinks
Website von Waterloo Website von Robinson
Einzelnachweise
Kategorie:Interpret eines österreichischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Popband Kategorie:Duo (Musik)