Das Dorf Manschnow wurde 1336 erstmals erwähnt und ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Küstriner Vorland im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Zusammen mit vier weiteren Orten gehört die Gemeinde Küstriner Vorland zum Amt Golzow. Der Ortsteil umfasst die Gemarkungen Manschnow und Neu Manschnow. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; §46 In: bravors.brandenburg.de.
Ortsgliederung Bewohnte Gemeindeteile sind die Schäferei, Herzershof und Neu Manschnow.
Einwohnerentwicklung Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 2006 2014 Einwohnerzahl 1183 1117 860 983 1032 1252 1172
Politik Ortsvorsteher von Manschnow ab 05.2019 Raimar Wendland 2014 – 2019 Uwe Kunert 2006 – 2014 Werner Finger 1997 – 2006 Johannes Pich Wappen
Flagge „Die Flagge ist Blau - Weiß - Blau (1:2:1) gestreift und mittig in der oberen Hälfte mit dem Gemeindewappen belegt.“
Wirtschaft Bis 2007 befand sich auf Teilen des ehemaligen Guts die Versuchsstation Manschnow des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung Brandenburgs. Die für 45 Jahre bestehende Versuchsstation machte Sortenversuche für die Gemüseanbauer im Oderbruch.Rund um Gurken und Bohnen, Märkische Oderzeitung vom 28. Juli 2006 Der Gemeindeteil Herzershof (in Nachfolge des 1817 abgebrannten Amtsvorwerks (Lage nicht bekannt) aufgebaut) erhielt seinen Namen nach dem damaligen Erbpächter und Amtmann Herzer.Vermutlich seit 1818, mindestens seit 1821, nach: Cornelia Willich, Die Ortsnamen des Landes Lebus, Weimar (1994).mini|Erdgasförderung
Die bislang einzige Erdölförderstätte in Brandenburg befindet sich bei Neu Manschnow. Der Betreiber GDF Suez fördert hier täglich rund 60 t Erdöl und 20.000 m³ Erdgas. Das Erdgas wird in einem Blockheizkraftwerk in Manschnow verarbeitet, während das Erdöl nach Schwedt/Oder in die PCK-Raffinerie zur Weiterverarbeitung per Lkw gefahren wird. Das Förderfeld arbeitet seit 2002 und bohrte auf eine Tiefe von 2.350 Meter.Erdöl direkt von der Oder, Märkische Oderzeitung vom 19. Oktober 2010Weniger heimisches Gas gefördert, Märkische Oderzeitung vom 25. Juni 2014 Die anfangs höheren Fördermengen sanken auf 9.910 t Öl und 4,7 Mio. m³ Gas im Jahr 2016 bzw. 5.419 t Öl und 2,6 Mio. m³ Gas im Jahr 2017.Deutlich weniger Erdöl aus Kietz, Märkische Oderzeitung vom 14. März 2018, S. 7
Verkehr Durch das Gemeindegebiet verläuft in west-östlicher Richtung die Bundesstraße 1 und kreuzt sich mit der Bundesstraße 112 Richtung Frankfurt (Oder) in der Ortsmitte.
Bis zur Stilllegung der Bahnstrecke 1999 existierte ein Haltepunkt in Neu Manschnow auf der Bahnverbindung „Küstrin-Kietz nach Frankfurt (Oder)“.
Durch den Busverkehr Märkisch-Oderland ist der Ort mit Frankfurt (Oder) und der Kreisstadt Seelow täglich mehrmals verbunden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Sowjetisches Ehrenmal in Manschnow In der Liste der Baudenkmale in Küstriner Vorland stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale aller Ortsteile.
Bauwerke Die ehemalige Getreidemühle an der Alten Oder liegt direkt an der Bundesstraße 1.
Weblinks
Gemeinde Küstriner Vorland In: Webauftritt des Amts Golzow.
Einzelnachweise
Kategorie:Küstriner Vorland Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Märkisch-Oderland) Kategorie:Ort im Landkreis Märkisch-Oderland Kategorie:Ort im Land Lebus Kategorie:Ersterwähnung 1336 Kategorie:Gemeindeauflösung 1997