Jean-Marc Bacquin (* 20. Februar 1964 in Bois-Colombes, Hauts-de-Seine) ist ein ehemaliger französischer Freestyle-Skier. Er war auf die Disziplin Aerials (Springen) spezialisiert. Jean-Marc Bacquin gewann zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften sowie einmal die Disziplinenwertung und acht Einzelwettkämpfe im Weltcup.

Biografie Jean-Marc Bacquin stammt aus dem Pariser Vorort Bois-Colombes und war Mitglied im Skiclub von Le Sauze. In seiner Kindheit widmete er sich dem Trampolinturnen, kam später zufällig zum Wasserspringen und in weiterer Folge zum Freestyle-Skiing.

Aerials-Spezialist Bacquin gab sein Debüt im Freestyle-Skiing-Weltcup im Februar 1984 in Courchevel und wurde auf Anhieb Fünfter. Drei Wochen später gelang ihm in Ravascletto sein erster Podestplatz. Von da an gehörte er neben seinem gleichaltrigen Teamkollegen Didier Méda zur absoluten Weltspitze. Ein Jahr nach seinem Debüt feierte er in La Sauze den ersten von insgesamt acht Weltcupsiegen. Bei den ersten Weltmeisterschaften in Tignes gewann er hinter den Kanadiern Lloyd Langlois und Yves Laroche die Bronzemedaille und belegte im selben Winter Rang drei in der Disziplinenwertung. Die folgenden Großereignisse verliefen weniger erfolgreich: Sowohl bei den Olympischen Spielen von Calgary, wo Freestyle-Skiing erstmals mit Demonstrationswettbewerben vertreten war, als auch bei den Weltmeisterschaften am Oberjoch wurde er Fünfter.

Seine erfolgreichste Saison hatte Bacquin 1989/90. Mit zwei Siegen und vier weiteren Podestplätzen sicherte er sich den Gewinn der Disziplinenwertung. Bei den Weltmeisterschaften in Lake Placid und dem Demonstrationswettbewerb im Rahmen der Olympischen Spiele von Albertville blieb er mit den Plätzen fünf und vier jeweils knapp außerhalb der Medaillenränge, während er im Weltcup weitere Siege feiern konnte. Bei den Weltmeisterschaften in Altenmarkt-Zauchensee gewann er nach sieben Jahren erneut eine Bronzemedaille. Bei seinem letzten Großereignis, den Olympischen Spielen von Lillehammer, zog sich Bacquin während des zweiten Sprungs einen Bänderriss im rechten Knie zu. Nach ärztlicher Behandlung beendete er den Wettkampf dennoch und wurde Neunter. Unmittelbar danach erklärte er seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport.

Erfolge Olympische Spiele Calgary 1988: 5. Aerials (Demonstrationswettbewerb) Albertville 1992: 4. Aerials (Demonstrationswettbewerb) Lillehammer 1994: 9. Aerials

Weltmeisterschaften Tignes 1986: 3. Aerials Calgary 1988: 5. Aerials Oberjoch 1989: 4. Aerials Lake Placid 1991: 5. Aerials Altenmarkt-Zauchensee 1993: 3. Aerials

Weltcupwertungen Saison Gesamt Aerials Platz Punkte Platz Punkte 1984 27. 18 9. 109 1984/85 16. 22 5. 133 1985/86 16. 23 3. 137 1986/87 19. 21 5. 128 1987/88 20. 21 5. 147 1988/89 28. 18 8. 108 1989/90 8. 24 1. 145 1990/91 13. 22 3. 202 1991/92 11. 23 2. 186 1992/93 11. 85 5. 512 1993/94 30. 64 12. 516

Weltcupsiege Bacquin errang im Weltcup 28 Podestplätze, davon 8 Siege:

Datum Ort Land Disziplin 2. Februar 1985 La Sauze Frankreich Aerials 17. Dezember 1989 La Plagne Frankreich Aerials 11. Februar 1990 Inawashiro Japan Aerials 7. Dezember 1991 Tignes Frankreich Aerials 1. März 1992 Inawashiro Japan Aerials 14. März 1992 Altenmarkt-Zauchensee Österreich Aerials 17. Januar 1993 Breckenridge USA Aerials 22. Januar 1994 Lake Placid USA Aerials

Weitere Erfolge Europameister im Aerials 1987

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Einzelnachweise

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