Reinhard Voigt (* 9. Juli 1940 in Berlin) ist ein deutscher Maler und Keramiker. Leben Nach einer Lehre zum Keramiker studierte Voigt von 1965 bis 1971 unter anderem bei Hans Thiemann, David Hockney und Gotthard Graubner an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Er hatte Einzelausstellungen in der Galerie M. E. Thelen in Köln und in der Ausstellungsreihe „14 mal 14“ in der Kunsthalle Baden-Baden (1968–1973), die jungen, zum Teil später berühmten Künstlern wie Georg Baselitz, Gerhard Richter, Günther Uecker, Markus Lüpertz und Anselm Kiefer erste Möglichkeiten zur Präsentation ihres Schaffens bot.Voigts Ausstellung fand 22.5.-28.6.1970 statt. Die weiteren Künstlerinnen und Künstler dieses Ausstellungsblocks, der jeweils 14 Positionen umfasste, waren Bodo Baumgarten, Lili Fischer, Michael Buthe, Jürgen Rahn, Anja Stehmann, Almut Heise, Bruno Gironcoli, Hansjoachim Dietrich, Helmut Schweizer, Palermo, Reiner Ruthenbeck, Wolfgang Kliege und Wolfgang Schröder. Voigt emigrierte 1978 zunächst nach New York, ging 1985 nach Los Angeles und wechselte im Jahr 2000 nach Upstate New York, wo er bis zu seiner Rückkehr nach Berlin 2017 blieb.
Werk Dem in der Akademie entwickelten Raster als Grundlage und Ort der Auseinandersetzung mit den Kategorien Form, Abstraktion, Figuration, Anonymität, Duktus, Farbtonalität sowie letztlich Schönheit und Lesbarkeit ist Voigt stets treu geblieben. Die formale Stringenz seines Ansatzes hat auch dazu geführt, dass sein Werk bevorzugt als Verhandlungsraum des kunsthistorisch signifikanten Rasters beschrieben wurde. In diesem Kontext wurde sein Werk auch in der Ausstellung „Rasterfahndung“ neben denen von Roy Lichtenstein, Sigmar Polke und anderen 2012 im Kunstmuseum Stuttgart ausgestellt. Erst jüngst findet eine Neubewertung statt, die Voigts lebenslange Arbeit auch als Kommentar der deutschen Malerei nach 1945 verortet.Susanne Neubauer, „Reinhard Voigt: Hör zu“, Begleitplakat zur Ausstellung, Zürich: jevouspropose, 24.11.2020-30.1.2021, online: https://jevouspropose.ch/media/jevousproposeneubauervousproposevoigt_de_1.pdf (letzter Zugriff 15.12.2021) Werke des Künstlers befinden sich in der Bank of America Collection, London, der Eli Broad (Sun America Collection), Santa Monica, USA, dem Kunstmuseum Stuttgart, der Sammlung des Landes Baden-Württemberg, der Städtische Galerie, Wolfsburg, dem Museum of Modern Art, New York sowie in zahlreichen Privatsammlungen. Reinhard Voigt wurde 2021 ein Stipendium der Stiftung Kunstfonds für die Werkverzeichnung zugesprochen.https://www.kunstfonds.de/aktuelles/details/400000-euro-fuer-werkverzeichnungen-in-2021 (letzter Zugriff 14.12.2021). Reinhard Voigt lebt und arbeitet in Berlin.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellung
2024 Reinhard Voigt: textiles, Soy Capitan, Berlin 2023 Reinhard Voigt: Pure Pleasure, Neues Museum Nürnberg 2021 Reinhard Voigt: Hör zu, jevouspropose Zurich 2020 DATA siegt!, FELD+HAUS, Frankfurt am Main 2018 Unsere Welt – der andere Blick, FELD+HAUS, Frankfurt am Main 2016 No Ideas But in Things, FELD+HAUS, Frankfurt am Main 2013 High Resolution, FELD+HAUS, Frankfurt am Main 2012 Ist der Mensch messbar, BQ Gallery, Berlin 2009 BQ Gallery, Berlin 2007 Kunstverein Gera, Gera 2006 BQ Gallery, Köln 2003 BQ Gallery, Köln 1999 Zella Gallery, London 1997 Gallery Gudrun Spielvogel, München 1995 Wortmalerei, Merve Verlag, Berlin 1993 In Memory Of Petra Kelly, Angles Gallery, Santa Monica, USA 1991 Reinhard Voigt: A Survey, Angles Gallery, Santa Monica, USA 1989 Decals, Komat Gallery, Braunschweig 1989 One Plus One, Kunstverein Wolfenbüttel 1989 Academy of Fine Arts, Braunschweig 1974 Salon K. Wolf, Essen 1973 Gallery M.E. Thelen, Köln 1972 Kunstverein Unna, Unna 1971 Gallery M.E. Thelen, Köln 1970 Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden
Gruppenausstellung 2026: Duo-Ausstellung "High on Low" mit Anna-Sophie Berger im Berliner Kunstraum GrottoAlicja Schindler: Reinhard Voigt im Porträt. Der Künstler, der Pixel malte, bevor wir in Pixel sahen abgerufen am 15. Mai 2026. 2026: GERMAN POP ART - Zwischen Provokation und Mainstream. Die Sammlung Heinz Beck zu Gast in der LUDWIGGALERIE, LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, 25. Januar 2026 bis 3. Mai 2026 2022 Alpensinfonie. Hans Erni Museum, Luzern 2020 Good Vibrations. Sommer in der Pop-Art, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen/Rhein 2020 ZONA MACO, FELD+HAUS, Mexiko-Stadt 2019 ZONA MACO, FELD+HAUS, Mexiko-Stadt 2018 ARTBO, FELD+HAUS, Bogota 2014 Frieze Art Fair, BQ Gallery, London 2013 Ed Ruscha Books & Co, Museum Brandhorst, München 2013 Ed Rusha Books & Co, Gagosian Gallery, New York 2013 „Gut Aufgelegt“, Sammlung H. Beck, Ludwigshafen/Rhein 2012 „Rasterfahndung“, Kunstmuseum Stuttgart, Stuttgart 2012 „Paul Thek, in Process“, Lehmbruck Museum, Duisburg 2010 „A Moving Plan B – Chapter One“, Drawing Room, London 2008 Frieze Art Fair, BQ Gallery, London 2006 Art Basel, BQ Gallery, Basel 2005 „Jahresgaben 05“, Kunstverein Köln, Köln 2003 Kunsthalle Düsseldorf, Düsseldorf 2003 Frieze Art Fair, BQ Gallery, London 2002 Galerie vom Zufall und vom Glück, Hannover 1998 „The Table“, Sprengel Museum, Hannover 1986 „Meisterwerke der städtischen Galerie Wolfsburg“, Sarajevo, Jugoslawien 1979 Mathildenhöhe, Darmstadt 1978 Alex Rosenberg Gallery, New York 1974 „Junge Deutsche Kunst“, Gallery Ginza Five, Tokio 1973 Galerie Rudolf Zwirner, Köln 1973 Galerie H. Neuendorf, Hamburg/Köln
Einzelnachweise
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