Der Pancoast-Tumor (synonym apikaler Sulkustumor) – benannt nach dem Erstbeschreiber, dem US-amerikanischen Radiologen Henry Pancoast – ist ein rasch fortschreitendes peripheres Bronchialkarzinom im Bereich der Lungenspitze (Apex pulmonis) beziehungsweise der oberen Lungenfurche, welches relativ rasch auf Rippen, Halsweichteile, Armgeflecht und Wirbel übergreift. Daher wird dieser Tumor auch als „Ausbrecherkrebs“ bezeichnet.
Die Tumoren unterscheiden sich feingeweblich nicht von anderen Lungenkarzinomen.
Die Krankheit äußert sich oft mit einem charakteristischen Pancoast-Syndrom: Schulter/Arm-Schmerz Parästhesie (Empfindungsstörungen) am Unterarm Paresen (Lähmungen) Handmuskelatrophie obere Einflussstauung durch Einengung der Halsvenen Rippenschmerz Horner-Syndrom (Schädigung des vegetativen Nervensystems)
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Quellen Urban & Fischer; Lexikonredaktion. Roche Lexikon Medizin. München; Elsevier, Urban & Fischer, 2003, ISBN 3-437-15150-9.
Kategorie:Bösartige Tumorbildung