Subway ist eine 1965 von Fred DeLuca und Peter Buck gegründete US-amerikanische Franchisekette im Fast-Food-Bereich. Das erste Subway-Restaurant wurde 1965 in Bridgeport im US-Bundesstaat Connecticut unter dem Namen Pete’s Super Submarines eröffnet. Die Produktpalette umfasst in erster Linie Sandwiches, Wraps und Salate. Die Sandwiches werden einzeln auf Bestellung in Sichtweite zubereitet. Seit Ende 2010 ist Subway die Fastfoodkette mit den weltweit meisten Restaurants. Im deutschsprachigen Raum ist Subway seit Ende der 1990er Jahre vertreten. Im August 2023 wurde Subway an den Finanzinvestor Roark Capital verkauft.https://newsroom.subway.com/2023-08-24-Subway-R-Announces-Sale-to-Roark-Capital
Name
mini|Typisches Subway-Restaurant, hier München alternativtext=Subway Metropolitan Décor|mini|Blick in das Innere eines Restaurants im – veralteten – Metropolitan Décor alternativtext=Subway Metropolitan Décor|mini|Restaurant im – aktuellen – „Fresh Forward“-Design
Der Firmenname entstand aus der Kombination des englischen Wortes „sub“, einer Abkürzung für „submarine sandwich“, die wegen ihrer länglichen Form so genannt werden (submarine, englisch für U-Boot), mit dem Suffix „-way“, da dies zum US-amerikanischen Wort für U-Bahn (subway) passt, weil schon die ersten Restaurants mit einem auf U-Bahn-Netzplänen basierenden Dekor ausgestattet waren.Fred DeLuca und John P. Hayes: Start small, finish big. Warner Books, New York 2001, S. 38. ISBN 0-446-67756-6.
Restaurant
mini|„Subway“-Freestander in Hamburg-Poppenbüttel
Neben sogenannten Freestander-Restaurants in freistehenden Gebäuden gibt es Subway-Restaurants vermehrt auch an sogenannten „nicht-traditionellen“ Standorten in Kooperation mit institutionellen Partnern wie Krankenhäusern, Tankstellen, Flughäfen oder Bahnhöfen. Auch im deutschsprachigen Raum sind Standorte dieser Art auf dem Vormarsch.
In einigen Fällen teilt sich Subway eine Mietfläche mit Unternehmungen, die anderen Konzeptionen folgen, beispielsweise in einem Food-Court wie im „CentrO“ in Oberhausen. Außerhalb von Einkaufszentren soll damit eine reduzierte Mietbelastung für die beteiligten Anbieter bei großen Mietflächen erreicht werden. Manche Restaurants sind sehr klein und verfügen nicht über eine voll ausgestattete Küche, ein „Baking Center“ und haben manchmal keine oder nur sehr eingeschränkte Sitzmöglichkeiten. Diese Satellitenrestaurants können nur in Verbindung mit einem vollwertigen Subway-Restaurant betrieben werden.
Sortiment
Das Basisangebot besteht aus Sandwiches, Salaten und Wraps. Zusätzlich werden Kartoffelchips, American Cookies und alkoholfreie Getränke angeboten. Die Produkte werden auf Kundenwunsch aus verschiedenen Brotsorten, Gemüse, Käse sowie dem eigentlichen Hauptbelag (Fleisch [inkl. Salami, Schinken und Thunfisch], vegetarischer Belag) und Saucen individuell zusammengestellt. In den USA, im Vereinigten Königreich und vereinzelt in Deutschland und anderen Ländern werden neben Sandwiches auch Suppen verkauft. Es obliegt dem Franchisenehmer, ein Catering anzubieten.
Brote
Die Brote werden als tiefgefrorene Teiglinge geliefert und täglich in der Filiale gebacken. Sie sind in zwei verschiedenen Größen – einem halben Brot mit ca. 15 Zentimeter Länge und einem ganzen Brot mit ca. 30 Zentimeter Länge (im englischsprachigen Bereich „Footlong“ genannt) – erhältlich. Es werden verschiedene Brotsorten angeboten, z. B. Weißbrot, Vollkornbrot und auch glutenfreies Brot. 2013 wurde in Deutschland Flatbread eingeführt, ein flaches, getoastetes Brot. Diese Brotsorte ist nicht in allen Restaurants verfügbar.
Hauptbelag
Nachdem der Kunde das Brot ausgesucht hat, wählt er den von ihm gewünschten Hauptbelag. Angeboten werden verschiedene Beläge wie Salami, Thunfisch, Schinken, gewürztes Hühnerfleisch, vegane Fleischalternativen oder verschiedene Patties.
Käse
Nachdem der Mitarbeiter den Hauptbelag auf dem Sandwich angebracht hat, wählt der Kunde den Käse, wobei eine Portion im Preis inbegriffen ist; weitere Käsesorten können gegen Aufpreis gewählt werden. Zur Verfügung stehen verschiedene geriebene Käsesorten, veganer Käse sowie Schmelzkäse und Frischkäse.
Gemüse
Nach dem Aufbringen des Käses wird das Produkt getoastet, danach wählt der Kunde das Gemüse. Zur Auswahl stehen frische Gemüse wie Salat, Tomaten und Zwiebeln sowie Konserven wie Jalapeños oder Oliven.
Saucen und Gewürze
Nach dem Anbringen des Gemüses wird die gewünschte Sauce hinzugefügt, es gibt Soßen in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Zusammensetzungen. Zusätzlich können Gewürze wie Salz, Pfeffer und Röstzwiebeln gewählt werden.
Franchisekonzept
Der Franchisegeber für alle Subway-Restaurants weltweit ist Doctor’s Associates Inc. (DAI), ein 1966 von Fred DeLuca gegründetes Unternehmen, dessen Name vom Mitgründer Peter Buck stammt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Milford im US-Bundesstaat Connecticut. Die Regionalbüros in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg werden durch die „Subway Vermietungs- und Service GmbH (Subway Deutschland)“ in Köln koordiniert.
Der Vertragspartner der europäischen Franchisenehmer ist der europäische Hauptsitz, die Subway International B.V., eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht, die ihren Sitz in Amsterdam hat.
Subway-Franchisenehmer zahlen eine wöchentliche Gebühr von 12,5 % des Bruttoumsatzes (abzüglich der Umsatzsteuer) eines Lokals (nicht je Franchisenehmer), die sich zusammensetzt aus 8 % für Tantiemen und 4,5 % für Marketingaufwendungen. Wer die erste Franchisevereinbarung unterzeichnet, zahlt darüber hinaus eine einmalige Gebühr von 10.000 Euro, die sich bei Erwerb weiterer Franchiselizenzen auf 5.000 Euro pro Lizenz verringert. Rund 50 Prozent der neuen Franchiselizenzen vergibt Subway an Franchisenehmer, die bereits ein oder mehrere Restaurants besitzen.
Die Franchisenehmer zahlen zusätzlich einen Werbebeitrag von 4,5 % in einen Werbefonds. Dieser wird von einem fünfköpfigen Gremium verwaltet, das aus Franchisenehmern besteht, die wiederum von allen Franchisenehmern gewählt wurden. Diese sogenannte IFAF Organisation (International Franchisee Advertising Fund) ist für Planung und Durchführung der Marketingaktivitäten zuständig.
Die Investition in ein klassisches Subway-Restaurant beginnt bei rund 200.000 Euro. Die Investitionskosten (inklusive der einmaligen Lizenzgebühr und der Einplanung eines hinreichenden Reservekapitals) bewegen sich meistens zwischen 110.000 Euro und 140.000 Euro. Die Höhe der Investition ist vor allem abhängig von der Größe und dem erforderlichen Aufwand des Ausbaus eines verfügbaren Ladenlokals. Damit unterscheidet sich Subway von anderen Franchiseanbietern durch relativ niedrige Gesamtinvestitionssummen. Der Franchisenehmer sollte mindestens 15.000 Euro als Eigenkapital zur Verfügung haben.
Nach Abschluss der Franchisevereinbarung nimmt der neue Franchisenehmer an einem zweiwöchigen Intensivtraining in einem Subway-Schulungszentrum teil. Deutschsprachige Schulungen erfolgen im Schulungszentrum in Köln. Die Schwerpunkte der Schulung liegen auf den praktischen Abläufen in einem Restaurant sowie dem Subway-Kontrollsystem. Das Kontrollsystem mit engmaschigen Inventuren und Auswertungen aller Lagerbestände und Restaurantdaten ermöglicht die lückenlose Kontrolle aller Abläufe im Restaurant.
Für alle Sandwiches und Zutaten gibt es festgelegte Produktspezifikationen. Jeder Lieferant muss sich zunächst einem Genehmigungsverfahren unterziehen. Sobald sichergestellt ist, dass er den Anforderungen von Subway genügt, tritt der Lieferant in Verhandlungen mit der IPC (Independent Purchasing Cooperative) Independent Purchasing Cooperative oder in Europa mit der EIPC (European Independent Purchasing Company) ein. Die EIPC ist analog zur IPC eine durch die Franchisenehmer getragene Einkaufsvereinigung, deren Ziel es ist, auf europäischer Basis Konditionen zu verhandeln und einen Warenbezug für Franchisenehmer auf Bestpreisbasis sicherzustellen. Gemüse und Salat beziehen die Franchisenehmer von einem frei wählbaren regionalen Zulieferer. Für alle anderen Produkte, die bestimmten Produktspezifikationen von Subway entsprechen, gibt es eine Bezugspflicht.
Betriebs- und Geschäftsausstattung muss ebenfalls Subways-Vorgaben entsprechen, was die Zahl der möglichen Lieferanten einschränkt.
Subway gewährt grundsätzlich keinen Gebietsschutz, um die geplante Expansion nicht zu beeinträchtigen. Die Systemzentrale nimmt jedoch die Wechselwirkungen zwischen bestehenden Restaurants und geplanten Standorten zur Kenntnis. Will ein neuer Subway-Franchisenehmer im Umkreis von zehn Meilen (16,09 km) von bereits bestehenden Restaurants ein neues Restaurant eröffnen, werden alle betroffenen Franchisenehmer schriftlich darüber informiert und haben innerhalb von vierzehn Tagen das Recht, den neuen Standort anzufechten.
Mitgliedschaft im Deutschen Franchise-Verband
Bereits 2006 hatte Subway versucht, Vollmitglied im Deutschen Franchiseverband zu werden. Im Herbst 2008 wurde das Unternehmen vorübergehend als Vollmitglied aufgenommen. Nach einer von der Universität Münster durchgeführten Zufriedenheitsbefragung unter den Franchisenehmern wurde Subway im September 2009 die Vollmitgliedschaft entzogen. Subway blieb jedoch assoziiertes Mitglied im Verband. Diese Mitgliedschaft lief im Januar 2012 aus und wurde nicht verlängert. Im Jahr 2017 wurde Subway wieder Mitglied im Deutschen Franchiseverband und mit dem zertifizierten Qualitätssiegel ausgezeichnet. Der Verband prüft anhand regelmäßiger Systemchecks beispielsweise die Zufriedenheit der Franchisenehmer, den Franchisevertrag, das Konzept und Management sowie die angebotenen Produkte und Leistungen.
Verbreitung
mini|Länder mit Subway-Filialen (2025)
International
Die Basis des Wachstums der Kette bildet seit 1976 die regionale Entwicklung der Märkte durch Gebietsentwickler, sogenannten Development Agents. Subway-Franchisenehmer operieren in insgesamt über 100 Ländern.
Weltweit hat Subway – was die Zahl der Filialen betrifft – inzwischen McDonald’s den Rang abgelaufen und ist seit Ende 2010 zum Marktführer aufgestiegen. Anzumerken ist allerdings, dass es für Subway weitaus günstiger ist, eine neue Filiale zu eröffnen (kaum Sitzplätze, geringer Platzbedarf, fast keine Küchengeräte) als für McDonald’s oder andere Burger-Ketten. Auch die Kosten für den laufenden Betrieb sind niedriger. franchising.de franchise-net.de Somit können sich Subway-Filialen auch in kleineren Orten rechnen, an denen sich kein McDonald’s-Restaurant rentiert.
Europaweit wachsen Subway und McDonald’s am schnellsten. Während Subway mit einem relativen Umsatzwachstum von 65 Prozent die Führung übernommen hat, führt McDonald’s in absoluten Umsatzzuwächsen.Franchise-Systeme McDonald’s und Subway wachsen am schnellsten, Artikel auf franchiseportal.de
Im August 2025 gab Subway bekannt, dass die Restaurants in Russland ab Ende 2025 unter dem neuen Namen „Subjoy“ betrieben werden, nachdem Franchisenehmer im Land aufgrund des Ukrainekriegs ihre Markenrechte verloren hatten. Während viele große westliche Fast-Food-Ketten seit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 offiziell Russland verlassen haben, bleibt Subway, das sein erstes Restaurant 1994 in Russland eröffnet hat, über unabhängige Franchise-Unternehmen im Land.
Deutschland
+ Subway-Filialen (Stand: Jan 2022) Region Anzahl 37.044 4.983 2.187 645 450 388 189 186 168 167 137 56 55 49 37 35 25 18 16 14 11 11 10 7 7 6 5 5 5 4 3 2 2 2 1 1
mini|Filiale in Dortmund-Barop
Die Entwicklung des deutschen Marktes wird von 13 Regionalbüros und insgesamt 18 Gebietsentwicklern aus gesteuert, die Zentrale ist in Köln. Die Restaurants in Deutschland werden von rund 350 verschiedenen Lizenznehmern betrieben. Im europäischen Vergleich gibt es in Deutschland damit die zweitmeisten Filialen.