mini|Kirche von 1593 Dillstädt ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen des Freistaates Thüringen, die zur Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke gehört.
Geografie Dillstädt liegt an der Hasel im südlichen Thüringer Wald an der Landstraße zwischen Suhl und Meiningen. Südwestlich des Ortes befindet sich der 503 Meter hohe Hölschberg. Sein Name stammt wohl von der Totengöttin Hel oder von der Göttin Holle oder Holda.G. Altenkirch: Vom Hel-Berg zum Hölschberg. In: Saarpfalz-Kalender. 2007, .
Gemeindegliederung Zur Gemeinde Dillstädt gehört der Ortsteil Ziegelhütte.
Geschichte 1206 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, die Wüstungen Germelshausen und Sieholz sogar schon in älteren Urkunden von 800 bis 845. Der Ort gehörte zur Grafschaft Henneberg, ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis und lag bis 1815 im sächsischen Amt Kühndorf. Von 1816 bis 1944 gehörte Dillstädt zum Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen.
Am Platz der heutigen Kirche wurden 2010 bei einer archäologischen Grabung Grundmauern einer hochmittelalterlichen Burganlage festgestellt. Zwei freigelegte Turmfundamente deuten auf ein noch unbekanntes, im Ort ansässiges Adelsgeschlecht hin. Die heutige Kirche wurde nach der Kirchenchronik in den Jahren 1593 bis 1596 erbaut, doch lässt der Baubefund erkennen, dass es mindestens einen Vorgängerbau gab. (archiviertes Digitalisat) (PDF; 942 kB)
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 934 1995: 956 1996: 941 1997: 935 1998: 926 1999: 930 2000: 949 2001: 932 2002: 889 2003: 884 2004: 880 2005: 866 2006: 863 2007: 853 2008: 840 2009: 846 2010: 847 2011: 826 2012: 821 2013: 817 2014: 795 2015: 778 2016: 769 2017: 770 2018: 781 2019: 764 2020: 774 2021: 755 2022: 727 2023: 731 2024: 711 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Kultur und Sehenswürdigkeiten Wappen Die „Weberdistel“ im Wappen von Dillstädt ist botanisch eigentlich eine Karde.
Bauwerke Die Kirche Dillstädt stammt von 1593, das heutige Kirchenschiff wurde 1593–1596 erbaut. Vom gotischen Vorgängerbau sind noch Maßwerkteile, ein Schlussstein und eine Piscina erhalten.
Auf der 2,5 km östlich vom Ort entfernten Silbachskuppe befindet sich eine Wallanlage mit einer Kirchenruine in einem stark bewaldeten Gelände. Nach Osten schützen ein Wall und ein Graben dieses Gelände. Die Kirche war eine Wallfahrtskirche St. Laurentius. Im östlichen Teil des Waldes Lorenze liegen mehrere Hügelgräber. Bereits in der Bronzezeit hatte dieser Ort Bedeutung.Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 199–200.
Naturdenkmäler mini|Wichtelsteine in der Nähe von Dillstädt Die Wichtelsteine an der Straße in Richtung Wichtshausen sind eine etwa 300 m lange Kette stark zerklüfteter Muschelkalkfelsen.
Verkehr Durch den Ort verläuft die L1140, die Dillstädt mit Suhl (ca. 12 km) und mit Meiningen (ca. 10 km) verbindet. Weiterhin zweigt im Ort die L2628 nach Marisfeld (ca. 5 km entfernt) ab. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind die Anschlussstelle 21 „Meiningen-Nord“ der A 71 (ca. 5 km entfernt) und die Anschlussstelle 2 „Suhl-Zentrum“ der A 73 (ca. 13 km entfernt).
Einzelnachweise
Weblinks
Dillstädt auf der Website der Verwaltungsgemeinschaft Michael Köhler: Michael Köhler:
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