Der Sørensen-Puffer ist ein von Søren Sørensen entwickelter Puffer zur Regulierung des pH-Werts. Als dieser 1909 erstmals die Protonenkonzentration wässriger Lösungen als pH-Wert definierte, benötigte er für seine biochemischen Forschungen pH-stabile Untersuchungslösungen. Anhand der pKs-Werte traf er eine Auswahl an Substanzen, die er in Form von sieben Stammlösungen bevorratete.
Stammlösungen 0,100 n Salzsäure-Maßlösung 0,100 n Natronlauge-Maßlösung 0,100 molare Glycin-Lösung mit Kochsalz (7,507 g Glycin und 5,85 g Kochsalz pro 1,00 Liter) 9,073 g primäres KH2PO4 (wasserfrei) (= 0,0667 mol) in 1,00 Liter Wasser 11,87 g sekundäres Na2HPO4-Dihydrat (= 0,0667 mol) in 1,00 Liter Wasser Eine Lösung von 19,21 g Citronensäure (= 0,100 mol) und 200 mL 1,00 n Natronlauge (= 0,200 mol), auf 1,00 L mit Wasser aufgefüllt. Eine Lösung von 12,37 g Borsäure (= 0,200 mol) und 100 mL 1,00 n Natronlauge (= 0,100 mol), auf 1,00 L mit Wasser aufgefüllt.
Hieraus stellte er für den pH-Bereich 2–13 die damals als „Sørensen-Puffer“ bekannten Pufferlösungen her.
Pufferlösungen nach Sørensen mini|350px|Hägg-Diagramm von Phosphorsäure – H3PO4: schwarz; H2PO4−: violett; HPO42−: blau; PO43−: braun; H+: gestrichelt; OH−: gepunktetPhosphatpuffer-Anwendung pH 4,9 … 8,0 Glycin und Natronlauge bzw. Salzsäure Borat und Natronlauge bzw. Salzsäure Citrat und Natronlauge bzw. Salzsäure Phosphat
Die meisten dieser Zusammenstellung besitzen heute nur noch historische BedeutungMethoden nach Sörensen, der Glycin-PufferGlycin-Puffer und vor allem der Phosphat-PufferPhosphat-Puffer (z. B. als isotonische PBS) dagegen ist noch weit verbreitet.Ringversuch im Verbund verschiedener Prüflabors
Einzelnachweise
Kategorie:Puffer (Chemie) Kategorie:Acidität und Basizität Kategorie:Stoffgemisch