mini|hochkant|Andrzej Cisowski, 2014

Andrzej Cisowski (* 1. März 1962 in Białystok; † 27. Juli oder 28. Juli 2020 in Targowo) war ein polnischer Maler, Grafiker und multimedialer Künstler.

Leben Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Masuren. Danach studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Warschau (Akademia Sztuk Pięknych) bei Rajmund Ziemski. 1987 absolvierte er die Warschauer Kunstakademie und setzte seine Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf bei Konrad Klapheck und A. R. Penck fort. 1990 wurde er Meisterschüler in der Meisterklasse von Penck.

Zwei Mal wurden ihm Stipendien vom Kulturminister Polens (Ministerium für Kultur und nationales Erbe) verliehen. 2005 bekam er einen Preis von der polnischen Kunstzeitschrift EXIT für langjährige kreative Präsenz in verschiedenen Schöpfungsbereichen. Bei der 39. Biennale der Malerei Bielska Jesień 2009 errang er den 2. Preis.

Cisowski lebte in Targowo (deutsch: Theerwisch, Kreis Ortelsburg), Warschau und Düsseldorf. Cisowski starb überraschend in seinem Haus in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2020, er hinterließ keine Kinder.

Werk Am Anfang der künstlerischen Karriere war eine Faszination mit der Bewegung der Neuen Wilden in Deutschland.

In den früheren 1990er-Jahren schaffte er gemeinsam mit dem japanischen Künstler Yoshitomo Nara auch mit A. R. Penck. Die Ausstellungen und sein Aufenthalt in New York Anfang der 1990er Jahre war für ihn Anlass die amerikanische Kunst tiefer zu erforschen, dieses hat seinen künstlerischen Weg geprägt. In diesen Zeiten hat er seinen individuellen Stil an der Grenze der figurativen Malerei und der neuen Expression erfunden. Seine Werke aus diesen Zeiten sind Epigramme voll vom grotesken Humor. Dort erscheinen Comicfiguren, Medienhelden von berühmten Zeichentrickfilmen und Werbung, in einer Umgebung von Gegenständen und Stichwörter der Stadtkultur. In diesem neupopigen Zeitalter entstehen „Obrasy“ (ein Wortspiel: Bilder auf Tischdecken, Ausstellung im 2004, Warschau – Nationalgalerie Kordegarda) – auf industriell bunt gedruckten Tischdecken setzt der Künstler seine Figuren und schafft dabei eine Art der Formrecycling.

In den Folgejahren entstanden monochromatische Bilder, oft basierten die Bilder auf alten Fotos.

Die wichtigsten Ausstellungen Individuelle Ausstellungen (Auswahl): 1984 – Galerie Zderzak, Krakau 1990 – Galerie Walther, Düsseldorf 1992 – Galerie d’Eendt, Amsterdam 1994 – Galerie Cavin-Morris Gallery, New York 1995 – Mały Salon, Zachęta Nationale Kunstgalerie, Warschau 1998 – Galerie Ost-West, Basel 2004 – Oberschlesisches Museum Hösel, Düsseldorf 2004 – Galerie Kordegarda, Warschau 2008 – Galerie Lokal 30, Warschau 2009 – Galerie der Ort, Berlin

Sammelausstellungen (Auswahl): 1987 – XIX Festival Internacional de la Peinture, Cagnes-sur-Mer 1992 – Label the West, Galerie Naf, Nagoya 1992 – Ideo-Syncratics, Cavin-Morris Gallery, New York 1994 – KunstRAI, Galeria d’Eendt, Amsterdam 1996 – Erkundung, Bunkier Sztuki, Krakau 2013 – Polish Art Now, Saatchi Gallery, London

Kunstsammlungen Die Werke von Andrzej Cisowski findet man in der Kunstsammlungen Zachęta Sztuki in Olsztyn und Bielsko-Biała Abteilung sowie in den Privatsammlungen in Deutschland, Polen, Holland, USA und Japan.

Literatur Obrazy i gwasze. Galeria Zderzak. Kraków 1991, tekst: Jan Michalski Bilder/Paintings, Kraków 1994, tekst: Anette W. Balkema Kolaże/Collagen, Galeria Sztuki Współczesnej Zachęta, Warszawa 1995, tekst: Eva Bracke Obrasy. Galeria Kordegarda, Warszawa 2004, tekst: Agnieszka Rayzacher Malarstwo/Painting. Bielska Jesień, BWA Bielsko-Biała 2006, tekst: Agnieszka Rayzacher Otwarta Pracownia, Kraków 2011, tekst: Jolanta Ciesielska Cztery Pory Roku. Galeria Szyb Wilson. Katowice 2013, teksty: Roman Lewandowski, Agata Smalcerz, Bogusław Deptuła

Weblinks Website Andrzej Cisowski (englisch)

Einzelnachweise

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