Die Jantar ( für Bernstein), auch Yantar genannt, ist ein für die russische Marine gebautes Spezialschiff, das seit 2015 von der Hauptverwaltung Tiefseeforschung (GUGI) betrieben wird. Der Heimathafen des Schiffes ist der Hafen von Seweromorsk, der ein Stützpunkt der Nordflotte ist.
Das Aufklärungsschiff wurde auf der Jantar-Werft in Kaliningrad gebaut und 2015 in Dienst gestellt. Es ist eines der wichtigsten Spionageschiffe Russlands.
Die Jantar kann als Mutterschiff für zwei Kleinst-U-Boote (je ein Projekt 16810 und Projekt 16811) dienen. Westliche Experten verdächtigen das Schiff der Ausspionierung von Unterseekabeln. 2015 kreuzte die Jantar vor dem US-Stützpunkt Guantanamo, im Oktober 2016 vor der Küste Syriens und im August 2021 vor der Küste Irlands, jeweils in unmittelbarer Nähe zu Unterseekabeln. Im November 2024 fuhr das Schiff wieder in die Irische See und kreuzte im Bereich von Unterseekabeln im Seegebiet vor Cork sowie zwischen Dublin und der Isle of Man, nachdem es zuvor zusammen mit der russischen Fregatte Admiral Golowko westgehend den Ärmelkanal passiert hatte.
Im März 2017 barg das Schiff geheime Geräte an Bord zweier abgestürzter russischer Kampfflugzeuge vor der syrischen Küste. Ab November 2017 beteiligte es sich an der Suche nach dem vermissten argentinischen U-Boot San Juan im Südatlantik.
Unbewaffnete Aufklärungsschiffe dieser Klasse werden von der russischen Marine als OIS (, d. h. „ozeanographisches Forschungsschiff“) bezeichnet.
Die Jantar fuhr in der ersten Hälfte der 2020er-Jahre in der Nord- und Ostsee oft genau über Unterwasserinfrastruktur von anderen europäischen Staaten.
Im Januar 2025 führte das Schiff Untersuchungen am Untergangsort der Ursa Major durch.
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Fußnoten
Kategorie:Militärschiff (Russland) Kategorie:Aufklärungsschiff Kategorie:Schiff mit dieselelektrischem Antrieb Kategorie:Ostseewerft Jantar