Plötzlich Papa (Originaltitel: Demain tout commence, französisch für Morgen beginnt alles) ist eine französisch-britische Dramödie von Hugo Gélin aus dem Jahr 2016. In der Hauptrolle ist Omar Sy zu sehen. Der Film ist eine Neuverfilmung des mexikanischen Filmes Plötzlich Vater von 2013.

Handlung Der junge Single Samuel genießt sein Leben an einem sonnigen Traumstrand in Südfrankreich in vollen Zügen. Als jedoch eines Tages Kristin, ein längst vergessener One-Night-Stand, bei ihm auftaucht, hat es damit ein Ende. Sie stellt Samuel ein 3 Monate altes Baby namens Gloria vor und erklärt ihm, dass dies seine Tochter sei. Samuel ist völlig sprachlos und weiß nicht, wie ihm geschieht, als sie ihn bittet, das Baby kurz zu halten. Kurz darauf fährt Kristin mit einem Taxi Richtung Flughafen weg.

Samuel fliegt ihr nach London nach, um das Baby wieder loszuwerden, findet Kristin jedoch nicht. In einer U-Bahn-Station bietet ihm ein Filmagent nach einer halsbrecherischen Aktion an einer Rolltreppe spontan einen Job als Stuntman an. Da er kein Geld mehr hat, nimmt er das Angebot an, bleibt in London, zieht dort Gloria auf und die beiden werden unzertrennlich.

Acht Jahre später leben Gloria und Samuel zusammen in London. Samuel spielt Gloria vor, dass ihre Mutter eine Geheimagentin sei, die regelmäßig Bilder und Nachrichten aus aller Welt schicke. Doch hinter diesen steckt in Wahrheit er selbst. Gleichzeitig leitet er Glorias Nachrichten an das acht Jahre lang nicht benutzte Facebook-Profil Kristins weiter.

Eines Tages antwortet Kristin und kommt nach London. Samuel, Gloria und Kristin lernen sich näher kennen. Als schließlich Kristin gegenüber Samuel den Wunsch äußert, neben ihm als Mutter für Gloria da zu sein und eine Lösung dafür finden zu wollen, da sie mit ihrem Freund in New York lebt, macht Samuel emotional zu.

Es kommt zum Sorgerechtsstreit, den Samuel für sich entscheiden kann. Bald darauf fordert Kristin einen Vaterschaftstest, und Samuel erfährt, dass Gloria nicht sein Kind ist. Das Sorgerecht steht damit Kristin zu.

Gloria muss schweren Herzens ihren Papa verlassen, um mit ihrer Mutter nach New York zu ziehen. Als sie schon im Taxi sitzt, geht sie unter einem Vorwand ins Haus zurück zu ihm und flieht mit ihm nach Südfrankreich. Kurz darauf erfährt Kristin von Samuels Freund Bernie, dass Gloria krank ist und wohl nicht mehr lange zu leben hat, da bei ihr vor vier Jahren ein Defekt am Herzen festgestellt wurde. Schließlich kommen Bernie und Kristin ebenfalls nach Südfrankreich und alle verbringen dort eine gute Zeit. Ein paar Wochen danach stirbt Gloria. Samuel ist am Meer und blickt zurück auf die Zeit mit Gloria.

Hintergrund Der Film wurde an den Originalschauplätzen vor Ort in London sowie in Südfrankreich an der Côte d’Azur und in Nizza gedreht.Drehorte für Plötzlich Papa auf imdb.com, abgerufen am 17. Juni 2019. Für die Rolle der Gloria setzte Regisseur Gélin die Kinderdarstellerin Gloria Colston ein, die mit dem Film ihr Schauspieldebüt hatte. Zuvor hatte sie mit vier Jahren unter dem Namen DJ Glo eine Karriere als DJ begonnen.

Synchronisation Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Alexander Löwe unter der Dialogregie von Antonia Ganz im Auftrag der RC Production Kunze & Wunder GmbH & Co. KG.

RolleDarstellerDeutscher SprecherSamuelOmar SySascha RotermundKristinClémence PoésyLuise HelmGloriaGloria ColstonPenelope PatelBernieAntoine BertrandGerrit Schmidt-FoßLowellAshley WaltersJerry KwartengArztJay BenedictUwe BüschkenFlugbegleiterinCécile CasselJanina Isabell Batolyjunge Frau #1Alice DavidNora JokhoshaLehrerinRaquel CassidySabine ArnholdMiss AppletonAnna CottisAndrea AustSamanthaClémentine CélariéKatharina KoschnyServeuseLaurene DovalIlka TeichmüllerTomRaphael von BlumenthalNick MockridgeNeffeOscar BlanckeSchulklassenkindJada Zech

Kritik Das Lexikon des internationalen Films nannte Plötzlich Papa eine . Im Vergleich zum mexikanischen Originalfilm Plötzlich Vater falle das Remake allerdings aus.

Die Redaktion von Cinema befand die Ausgangsidee als , ihre Umsetzung aber als . So würden den Kinobesuch zu machen. Das Fazit der Seite: .

Die Fernsehzeitschrift Prisma schrieb:

Die Welt kritisierte, dass das Drehbuch zum Film sehr stark dem des mexikanischen Films Plötzlich Vater von Eugenio Derbez aus dem Jahr 2013 ähnele. So sei , geschwindelt und das .Erst Party, dann „Plötzlich Papa“: Omar Sy wird vom Lebemann zum Super-Vater auf welt.de, abgerufen am 8. Januar 2017.

Die Frankfurter Rundschau meinte in ihrem Fazit: Nicht ohne meine Tochter auf fr-online.de, abgerufen am 8. Januar 2017.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2016 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Britischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Filmkomödie