Bernd Schwarting (* 1964 in Stade) ist ein deutscher Maler.
Leben 1986/1988 studierte Bernd Schwarting Bildende Kunst und Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Während dieser Zeit war er bis 1993 als selbstständiger Fotograf tätig. Anschließend nahm Schwarting an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ein Malerei- und Grafik-Studium auf. In den Jahren 1995 bis 1998 studierte er Malerei bei Walter Stöhrer an der Hochschule der Künste in Berlin und schloss 1998 sein Studium als dessen Meisterschüler ab. Unter anderem erhielt er 1999 den 1. Preis das Max Ernst Stipendiums der Stadt Brühl und 2000 das Karl-Hofer-Stipendium, Berlin. Im Jahr 2006 erhielt Bernd Schwarting eine Gastprofessur für Malerei an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Pentiment) in Hamburg.
Bernd Schwarting lebt und arbeitet sowohl in Berlin als auch in Schleswig-Holstein.
Werk Bernd Schwarting zaubert reich orchestrierte Farbenpracht, schafft wuchernde Stränge, Blätter und Blütenartige, die das Gemälde wie eine üppige Natur erscheinen lassen. Es sind oft großformatige „Farbschlachten“, deren malerische Vitalität den Betrachter geradezu überfällt. Schwarting malt naturhaft wuchernde Organismen von flammender Intensität und leuchtendem Kolorit: Seine vegetabilen wie auch animalisch anmutenden, eruptiven, teils floralen Elemente erinnern in ihrer Prächtigkeit an trockene, teils verwesende, teils noch im pulsierenden Saft stehende Organe, Blüten, Pilzartige oder Früchte in unterschiedlichsten Mischformen der Phantasie wie auch des scheinbar Realen.
Auszeichnungen und Stipendien 1999: Max-Ernst-Stipendium der Stadt Brühl 1999: Sokrates/Erasmus-Stipendium der Academia de Belas-Artes, Lissabon 2000: Stipendium der Karl-Hofer Gesellschaft, Berlin 2001: Artist in Residence, Edmund Siemers-Stiftung, Hamburg 2002: Artist in Residence, Atelieraufenthalt im Handwerksmuseum Ovelgönne 2003: Artist in Residence, Publikscentrum voor Beeldende Kunst, Enschede 2004: Franz-Josef-Spiegler-Preis, Schloss Mochental 2005: Artist in Residence, Schloss Mochental
Ausstellungen (Auswahl) 1996: Malerei Klasse Walter Stöhrer, Universität der Künste, Berlin 1997: Malerklasse Walter Stöhrer, Rotes Rathaus, Berlin 1999: Das große Format, Galerie im Willy-Brandt-Haus, Berlin 2000: Kahleby, Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück 2001: Stipendiaten 1999–2001 Karl Hofer Gesellschaft, Künstlerwerkstatt Bahnhof Westend, Berlin 2002: Kahleby, Marburger Kunstverein (mit Klaus Hack) 2003: Malerei Heute, Bayerisches Nationalmuseum, Festung Rosenberg 2003: Hommage an Lucas Cranach der Stadt Kronach, Kronach 2003: Unheimlich heimlich: Heimat, Forum zeitgenössischer Kunst, Bielefelder Kunstverein, Museum Waldhof 2003: Seelenfresser, Publiekscentrum voor Beeldende Kunst, Enschede, Niederlande 2004: All about... Berlin 2, Kultfabrik München, white Box e.V. 2004: Seelenfresser Kunstverein Brühl 2004: Malfluten Kunsthalle Emden, Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo 2004: Biennale Europea Arti Visive La Spezia, Costanti Diversita, Premio del golfo, Museo Arte Moderna e Contemporanea, CAMeC, La Spezia, Italien 2005: Impulse, Stiftung Schloss Faber Castell, Nürnberg 2005: Synthesis, Museum of modern and contemporary Art, The Art Gallery of the Parnassos Literary Society, Athen, Griechenland 2005: Greenart.Oldenburg, Elisabeth-Anna-Palais, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg 2005: Total floral – Alles saugt und frißt, Kunstraum Akademie der Diözese, Stuttgart/Rottenburg 2005: Die kleinen Bilder des Bernd Schwarting, Atelier–Galerie Oberländer, Augsburg 2005: Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg 2006: Who is here Macedonian Museum of Modern Art, Athen, Griechenland 2007: Sehnsucht Paradies, Kunsttage Schloss Dornum 2007: Tanz mit dem Totentanz, Museum für Sepulkralkultur, Kassel und Oberes Schloss, Siegen 2007: Schwarze Welten – Farbige Welten, Neues Museum Weserburg Bremen und Kulturkirche St. Stephani 2008: Tanz mit dem Totentanz, Medizinhistorisches Museum, Berlin 2008: Inventur – Radierung in Deutschland, Kunstverein Reutlingen 2009: Magie der Farbe – Pastose Malerei, Farbmaterie, Farbräume Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück, Deutschland (mit u. a. Christiane Conrad, Rudolf Englert, Werner Knaupp, Dieter Krieg, Eugène Leroy, Harry Meyer, Adolphe Monticelli, Rainer Splitt, Theo Wolvecamp) 2009: Tanz mit dem Totentanz, St. Annen-Museum, Lübeck 2009: Inventur – Radierung in Deutschland, Graphik Museum Picasso, Münster 2009: Die Antonia-Clara Bilder, Neues Schloss Kißlegg – Museum Rudolf Wachter, Kißlegg 2010: Growing, Flowing, Rolling – Paintings and Sculptures in Motion, Marburg 2010: Jahre 10 – 10 Künstler, Marburger Kunstverein 2010: Weingarten, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart 2016: Bernd Schwarting, Bode Galerie & Edition in Nürnberg 2019: Alpenbilder – Vorarlberg, Bode Galerie & Edition in Nürnberg
Weblinks
Homepage des Künstlers Informationen und Bildmaterial zu Bernd Schwarting
Einzelnachweise
Literatur Bernd Schwarting: Die Antonia-Clara Bilder, 2008, Texte: Frisch, Harald/Malycha, Christian Bernd Schwarting: Die kleinen Bilder des Bernd Schwarting, 2005. Bernd Schwarting: Malfluten, Kunsthalle Emden, 2004, Text: Sommer, Achim Bernd Schwarting: Seelenfresser – Malerei auf Papier, 2002, Text: Lindhorst, André Bernd Schwarting: Vogel friss – Katze flieg, Übermalte Kaltnadelradierungen, 2001, Texte: Gottwald, Sabine/Lüddemann, Stefan/Romain, Lothar
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Mann