Der junge Medardus ist ein österreichischer Stummfilm aus dem Jahre 1923 nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Arthur Schnitzler. Regie führte Michael Kertesz.
Handlung Im Jahre 1809, zur Zeit der napoleonischen Kriege. Der junge Wiener Student Medardus Klähr, Sohn einer Buchhändlerwitwe, hat sich dafür entschieden, gegen die anrückenden Truppen Napoleons zu kämpfen. Dabei gerät er in einen schicksalhaften Konflikt mit der Adelsfamilie Valois, deren Tochter Helene sich ebenfalls am französischen Kaiser rächen will. Aus Enttäuschung zum Mörder seiner Geliebten geworden, wird Medardus erst zu Napoleons unfreiwilligem Beschützer, später dessen potenzieller Attentäter. Nach seiner Hinrichtung wird er als patriotischer Held gefeiert.
Produktionsnotizen Der junge Medardus passierte die Filmzensur am 8. September 1923 und wurde am 5. Oktober 1923 uraufgeführt. Der siebenaktige Film besaß rund 3400 Meter Länge und wurde mit Schulverbot (dem deutschen Jugendverbot entsprechend) belegt.
Julius von Borsody und Artur Berger schufen die Filmbauten.
Kritik
In Paimann’s Filmlisten ist zu lesen: „Das Sujet läßt sich in den ersten Akten gut an, verflacht aber dann etwas, die Darstellung ist recht nett. Volle Anerkennung verdient zweifellos die großzügige und wohlgelungene Aufmachung, wie auch die photographische Durchführung beleuchtungstechnisch auf der Höhe ist.“
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Einzelnachweise
Kategorie:Michael Curtiz Kategorie:Filmtitel 1923 Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Koalitionskriege im Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Arthur-Schnitzler-Verfilmung