Diese Liste beschreibt die wichtigsten Völker, Gruppierungen und Einzelwesen aus der britischen Science-Fiction-Fernsehserie Doctor Who.
Timelords Die Timelords (auch Time Lords, in der Serie teilweise als Zeitwanderer, im Film von 1996 als Technoten und Herren der Zeit übersetzt) sind eine Kaste einer humanoiden Spezies und gehören zu den mächtigsten und ältesten Wesen des Universums.N 3.12 Der Klang der Trommeln Der Doktor, die Hauptfigur der Serie, gehört ihr an. Ihr Heimatplanet ist Gallifrey, für den ein tieforangener Himmel mit zwei Sonnen, die rote Farbe des Grases und die silbernen Blätter der Bäume charakteristisch sind. Dort gibt es mindestens einen Kontinent, den Kontinent des wilden Unterfangens, auf dem sich die Berge von Trost und Einsamkeit sowie die Zitadelle der Timelords befinden. In grauer Vorzeit gelang es einem der Vorfahren der Timelords, Omega, eine Supernova zu zünden und zusammen mit Rassilon die Macht über die Zeit zu erlangen. Die Supernova erzeugte ein Schwarzes Loch, das „Auge der Harmonie“, dessen hohe Energiedichte Zeitreisen ermöglichte. Omega war nach der Explosion der Sonne im Auge der Harmonie gefangen.10.01-10.04 Im Alter von acht Jahren werden die jungen Timelords einem Initiationsritus unterzogen, während dessen sie in das Auge der Harmonie blicken und von diesem Erlebnis in den meisten Fällen schwer traumatisiert werden. Wer den Ritus übersteht, wählt einen neuen Namen und besucht die Akademie, um die Regeln des Zeitreisens zu erlernen. Eine der wichtigsten Regeln ist es, sich nicht in Vergangenheit und Zukunft einzumischen, was der Doktor jedoch wiederholt ignoriert. Dem Zweiten Doktor wird dies zum Verhängnis, der Dritte Doktor wird infolgedessen ins Exil auf die Erde geschickt. Eine weitere Aufgabe der Timelords ist es, Paradoxien (Risse in der Zeit) zu reparieren, die entstehen, wenn ein Timelord seinem Ich aus einer anderen Zeitlinie begegnet. Jedem Timelord ist es nach eigentlich tödlichen Verletzungen möglich, sich bis zu zwölfmal zu regenerieren, dabei verändern sie ihr Aussehen und in der Regel auch ihre Persönlichkeit.Dies wurde von den Autoren eingeführt, um durch einen Darstellerwechsel nicht die Kontinuität der Serie zu gefährden. Es ist ihm aber möglich, seine Regeneration so zu steuern, dass auch mehr Regenerationen möglich sind. So ist beispielsweise der Master in mindestens 15 Regenerationen aufgetreten; wie ihm das gelingt, ist bislang unbekannt. Im Film von 1996 wird dargestellt, dass der Master als körperloses Wesen versucht, den Körper des Doktors in Besitz zu nehmen, um länger zu leben. Offen bleibt, ob und wie ihm das gelungen ist oder wie es dem Master möglich war, weitere Regenerationen durchzustehen. Eine Existenz als körperloses Wesen nach der 13. Regeneration ist nämlich laut Film nicht bei jedem Timelord gesichert. Auch der Doktor hat das scheinbare Maximum von zwölf Regenerationen bereits überschritten.
Im letzten Ewigen Krieg (original: The Last Great Time War) zwischen Daleks und Timelords wurden beide Spezies fast gänzlich ausgelöscht, lediglich der Doktor scheint diesen Krieg überlebt zu haben. Er ist nun dazu gezwungen, seine TARDIS unabhängig von seinem Heimatplaneten mit Energie zu versorgen. Im Verlauf der Serie stellt sich heraus, dass der Doktor, um die Timelords daran zu hindern, das Universum zu zerstören, den ganzen Ewigen Krieg in ein Zeitschloss eingeschlossen hat.N 4.17/4.18 Das Ende der Zeit In der Folge NZur besseren Unterscheidbarkeit wird bei Verweisen auf Folgen der Neuauflage der Serie ein „N“ vor die Episodennummer gestellt. 7.15 Der Tag des Doktors werden jedoch die wahren Ereignisse des letzten Tages des ewigen Krieges bekannt. Der Kriegsdoktor kann von seiner zehnten und elften Inkarnation davon überzeugt werden Gallifrey nicht zu zerstören. Stattdessen gelingt es ihnen Gallifrey einzufrieren, während sich die Dalek-Flotte über dem Planeten selbst zerstört. Aufgrund der sich überschneidenden Zeitlinien seiner verschiedenen Inkarnationen verlieren die beiden jüngeren Doktoren jedoch ihre Erinnerungen und gehen deshalb fälschlicherweise von der Zerstörung Gallifreys durch ihre Hand aus. Lediglich der elfte Doktor kann sich an die tatsächlichen Ereignisse erinnern. Irgendwann nach den Ereignissen von N 7.16 Die Zeit des Doktors gelang es den Timelords Gallifrey, aus dem eingefrorenen Moment heraus, ins Universum zurückzubringen. Wie in N 9.12 In Teufels Küche erklärt, wurde der Planet an das zeitliche Ende des Universums gesetzt, um einen erneuten Ausbruch des Ewigen Krieges zu verhindern.
Der Doktor
Der Master Der Master (in einigen Folgen mit älterer Übersetzung auch Der Meister) ist ein Timelord und ständiger Widersacher des Doktors, der allerdings aus Eigennutz und um sich selbst zu retten manchmal scheinbar/teilweise mit dem Doktor kooperiert. Es ist bekannt, dass der Master bereits mindestens 15 Regenerationen hinter sich gebracht hat, wovon in der Serie jedoch nur fünf Inkarnationen durch Regeneration sowie zwei Inbesitznahmen von humanoiden Wesen dargestellt werden. Diese wurden von insgesamt neun Darstellern verkörpert.
Neben den Daleks und den Cybermen ist der Master der am häufigsten wiederkehrende Gegenspieler des Doktors. Seit seinem ersten Auftritt 1971 – und damit während der Zeit des dritten Doktors – haben lediglich der neunte und der elfte Doktor keine Konfrontation mit dem Master erlebt.
Erste Inkarnation Die erste Inkarnation des Masters als achtjähriger Junge (gespielt von: William Hughes) ist sowohl im Dreiteiler am Ende der dritten Staffel der Neuauflage als auch in Das Ende der Zeit in einer Rückblende in die Kindheit des Masters zu sehen.
Roger Delgado als Master Roger Delgado spielte den Master in einer nicht näher bekannten Inkarnation. Erstmals taucht der Master in der Folge 8.01-8.04 Terror oft Autons auf in der er das Nestene-Bewusstsein wieder zum Leben erweckt. Delgado spielte die Rolle bis kurz vor seinem plötzlichen Tod, in acht Folgen der Serie. Sein letzter Auftritt war in 10.9-10.14 Frontier in Space.
13. Inkarnation und Übernahme eines Körpers Die klar so bezeichnete 13. Inkarnation tritt erstmals in der Folge 14.9-14.12 The Deadly Assassin auf und wird von Peter Pratt verkörpert. Die möglichen Regenerationen hat der Master in dieser Inkarnation bereits verbraucht und ist daher über die Jahre stark gealtert und besitzt nur noch eine ausgemergelte Hülle. Mit Hilfe des Auges der Harmonie versucht er sich wiederherzustellen, was schließlich aber vom Doktor verhindert wird. Dieselbe Inkarnation, allerdings gespielt von Geoffrey Beevers, erscheint in der Folge 18.21-18.24 The Keeper of Traken. Wie später in Doctor Who – Der Film nimmt er den Körper einer fremden Person (gespielt von Anthony Ainley), in Besitz und versucht dadurch seine Leben zu erhalten und sich weiter regenerieren zu können.
Anthony Ainley als Master Anthony Ainley verkörperte den Master zuerst in Staffel 18 und tritt auch in den folgenden Staffeln immer wieder auf. Sein letzter Auftritt ist in der Folge Der Tod auf leisen Sohlen, die gleichzeitig die letzte Folge der 26. Staffel vor der Absetzung der alten Serie darstellte. Insgesamt gilt er als die Inkarnation, die die meisten Inkarnationen des Doktors getroffen hat. Zu Beginn noch als freundlicher Mann auftretend, wird der Aristokrat mit dem Namen Tremas am Ende der Folge Der Wächter von Traken von der dreizehnten Inkarnation des Masters gelähmt und als neuer Körper übernommen. Allerdings versucht er trotzdem, seine Lebenszeit zu verlängern. In der Folge Logopolis verbündet er sich kurzzeitig mit dem Doktor, verrät ihn jedoch und sorgt dafür, dass er von einer Radarantenne stürzt und so die Regeneration seines Widersachers bewirkt.
Vor allem dem fünften Doktor macht er mehr als einmal Ärger: In der Folge Castrovalva lässt er ein Entspannungresort zu einem chaotischen Durcheinander mutieren. In der Folge Feuerplanet ergreift er einerseits von Kamelion Besitz, wodurch dieser sich selbst zerstört und versucht andererseits, sich aufgrund eines missglückten Experiments wieder zu vergrößern, wird aber vom Doktor aufgehalten und verbrennt bei lebendigem Leib. In der Folge Die Höhlen von Androzani ist er während der Regeneration des Doktors zu hören und fordert diesen auf, zu sterben.
Dem sechsten Doktor hilft er jedoch als dieser vom Valeyard vor den Timelords angeklagt werden soll, und lotst seinen Widersacher in die Matrix, wo er mit ihm den Valeyard aufhält, entkommt jedoch am Ende wieder.
In der letzten Folge der alten Serie trifft er letztlich auf die siebte Inkarnation des Doktors (gespielt von Sylvester McCoy), wobei er dem Einfluss von raubtierähnlicher Manie unterliegt, und den Doktor in eine andere Dimension zieht, um ihn auszuschalten. Als der Doktor jedoch mit den Worten If we fight like animals, we die like animals! (Im Deutschen: Wenn wir wie Tiere kämpfen, sterben wir wie Tiere!) wieder auf die Erde entkommt, bleibt der Master zurück.
Sein Schicksal ist und bleibt ungeklärt, da einerseits danach die Serie abgesetzt wurde und andererseits Ainley später verstarb. Seine Inkarnation ist bisher die einzige – bis auf die aktuelle und die Delgado-Inkartion – die keine Hörspielreihe bei Big-Finish hat.
Wie ebenfalls die Inkarnation von Roger Delgado nutzt Ainleys Inkarnation den TCE (Tissue-Compression-Eliminator; zu deutsch: Größenkompressionseliminator), den in der neuen Serie auch die von Sacha Dhawan verkörperte Inkarnation des Masters nutzt.
Die Persönlichkeit dieser Inkarnation lässt sich ähnlich zu jener von Delgado betrachten, besitzt jedoch auch vielerlei andere Eigenschaften. So hilft er zwar dem Doktor, verrät ihn aber auch wenn sein muss. Seine soziopathische Ader bekommt vor allem Peri Brown zu spüren, die er versucht zu manipulieren. Am Ende der letzten Folge der Serie zeigt sich vor allem seine wilde, unkontrollierte Seite, die ihm schließlich auch zum Verhängnis wird.
Der Master in Doctor Who – Der Film Es wird im Film von 1996 ausdrücklich darauf verwiesen, dass es sich hierbei nicht um eine neue Inkarnation handelt, da er nach wie vor alle 13 Leben hinter sich gebracht hat. Süffisant merkt der Doktor aber an, dass sich der Master noch nie sonderlich für die Regeln der Timelords interessiert habe. Nachdem der Master von den Daleks hingerichtet wurde, ergreift das körperlose Wesen des Masters Besitz von einem Menschen (verkörpert von Eric Roberts). Da ein menschlicher Körper die Präsenz eines Timelords nicht lange aushalten kann, versucht er den Körper des Doktors zu erhalten. Das Zusammentreffen beider endet damit, dass der Master vom Auge der Harmonie der TARDIS verschluckt wird. Trotz der vorangegangenen Ereignisse muss es dem Master jedoch gelungen sein, dem Schwarzen Loch zu entkommen und sich einen neuen Timelord-Körper anzueignen, denn viele Jahre später erscheint eine neue Inkarnation:
Professor Yana