mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Müggelheim
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Müggelheim beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Müggelheim mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick und Prinzipien der Straßenbenennung Müggelheim hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 12559. Im Ortsteil existieren 108 gewidmete Straßen, in die Nachbarortsteile reicht nur der Müggelheimer Damm. Die Gesamtlänge aller dieser Siedlungsstraßen und Wege beträgt 47,4 Kilometer.
Die Lage zwischen Müggelspree und Dahme führte dazu, dass die meisten Straßen und Wege von der Hauptstraße zwischen Köpenick und Spreenhagen abgehen: Müggelheimer Damm, Alt-Müggelheim, Gosener Damm und Gosener Landstraße.
mini|Begrüßungsschild am Ortseingang: Alt-Müggelheim
Im Straßensystem spiegelt sich die Ortsentwicklung um die Dorfaue wider. Die Kolonistensiedlung wurde im Jahr 1747 für 20 protestantische Bauernfamilien aus der Pfalz um einen langgestreckten Anger herum, die Dorfaue, angelegt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde es kaum erweitert. Im Jahr 1890 wurde die zehn Kilometer lange Chaussee von Köpenick zum Forsthaus Fahlenberg (heute: Müggelheimer Damm – Alt-Müggelheim – Gosener Damm – Gosener Landstraße bis etwa Neue Fahlenbergbrücke) ausgebaut,Mitteilungen aus der kulturwissenschaftlichen Forschung. Humboldt-Universität zu Berlin, 1978. Vorschau bei books.google.de, S. 136. bis heute die einzige Zufahrtsstraße.
Die Parzellierungen des Müggelheimer Landes begannen Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ausdehnung des Ortes im Landkreis Teltow nach Norden und Süden erfolgte erst in den 1920er Jahren und während des Zweiten Weltkriegs. Im Berliner Adressbuch von 1922 sind unter Verwaltungsbezirk Cöpenick für Müggelheim erst drei Straßen benannt: Dorfstraße (von Chaussee nach Cöpenick, Weg nach Krampenburg zum Rahnsdorfer Weg), Gartenstraße (vom Rahnsdorfer Weg abgehend), Rahnsdorfer Weg (unbebaut von Dorf zu Spreewiesen) und Spreewiesen von der Gemarkung Rahnsdorf über Straße 35 (hier Restaurant Spreewiese) zum Dorf. Viele Straßen des Ortsteils wurden in den 1930er und 1940er Jahren nach Orten und Örtlichkeiten in der Pfalz (im historischen Gebiet des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken) benannt, veranlasst durch die Gründung von Müggelheim durch 20 Pfälzer Kolonistenfamilien aus Odernheim und Meisenbach. Die nach 1950 benannten Straßen wurden bevorzugt nach Namen von Geländestücken oder lokal bekannten Persönlichkeiten benannt. Die Dynamik des Gebietes findet sich in den letzten Umbenennungen der 2000er Jahre.Straßenumbennenungen in vollem Gange. In: Müggelheimer Bote. September 2008. Dabei wurden viele Sandwege auch durch ein mindestens drei Meter breites Asphaltband ergänzt.Notarzt irrte umher: Straße nicht beschildert Für den Anger von Müggelheim wurde eine Erhaltungsverordnung für Alt-Müggelheim eingerichtet. Die Benennungen der Nummernstraßen in den 2000er Jahren erfolgte nach Wünschen von Anliegern und im „Bestreben des Bezirksamtes, die noch bestehenden Nummernstraßen nach und nach mit ordentlichen Straßennamen zu versehen. [… Sie liegt] im öffentlichen Interesse zur Verbesserung der Orientierung für Anlieger, Besucher und sonstige Verkehrsteilnehmer.“BVV Köpenick: Drucksache – VI/0594 zur Benennung der Straße 691, im Ortsteil Müggelheim Jedoch scheiterten einzelne Namenswünsche, da im wiedervereinigten Berlin nach Maßgabe des Senats keine bereits vergebenen Straßennamen wiederholt werden dürfen.Odyssee einer Straßenumbenennung
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAbtweiler Straße ()140Abtweiler, Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Verbandsgemeinde Meisenheim Die Straße geht von der Gersweiler Aue Ecke Staudernheimer Straße nach Südost ab und kreuzt die Meisenheimer Straße, bevor sie am Berliner Stadtforst Jagen 180 in einen Fußweg zur Krummen Laake übergeht. Die Straße liegt in einem Gebiet, in dem weitere Straßen pfälzische Namen tragen, vor der Benennung war sie als Straße 689 trassiert. Für 1930 ist die Straße im Verlauf Staudernheimer Straße, Gersweiler Aue und Meisenheimer Straße aufgeführt mit einem Wohnhaus des Schlossers Reimer, für 1943 sind es drei Wohnhäuser und ein Sommerhaus.Berliner Adressbuch 1930 – Verwaltungsbezirk Köpenick – Müggelheim Zur Straße gehören die Grundstücke 1–11 sowie 2 und 4,Adresssuche auf der Karte Berlin 1:5000, hergestellt von den bezirklichen Vermessungsämtern als Asphaltband, das zur Meisenheimer Straße abbiegt, liegen 60 Meter der Straße, und sie geht als unbefestigter Fahrweg (Sackgasse) weiter, wobei auf der geraden (Südwest-)Seite bereits Wald steht.140px|Berlin-Müggelheim AbtweilerstraßeAlsenzer Weg ()720Alsenz, Gemeinde in Rheinland-Pfalz Die Straße liegt zwischen Müggelheimer Damm und Enkenbacher Weg und ist nach Bebauungsplan als Straße 619 trassiert. Die Ansiedlung in Müggelheim wurde 1747 von Pfälzer Kolonisten gegründet, weshalb Straßen nach Orten in Rheinland-Pfalz benannt sind. Der Alsenzer Weg ist 1943 auf den mit Nummern versehenen 72 Grundstücken in Orientierungsnummerierung in Zählrichtung vom Müggelheimer Damm aus aufgeführt.140px|Berlin-Müggelheim Alsenzer WegAlt-Müggelheim ()320 Anger der Kolonistensiedlung Müggelheim Die Straße liegt zu beiden Seiten in Richtungsfahrbahnen vom Siedlungskern und der Kirche zwischen Hirseländer Weg und Krampenburger/Geinsheimer Weg. Als Hauptstraße des OrtsteilsMüggelheims Ladensterben geht weiter. In: Müggelheimer Bote. Februar 2001. setzt sie sich nach Norden in Richtung Köpenick im Müggelheimer Damm und nach Süden zur Stadtgrenze im Gosener Damm fort. Die Straße ist im Berliner Straßensystem als übergeordnete Straßenverbindung kategorisiert. Die spindelförmige, an mittelalterliche Angerdörfer erinnernde Straßenanlage zwischen Müggelheimer Damm und Gosener Damm umschließt die Kirche und die ehemalige Dorfschule. Die historischen Straßennamen Dorfaue und Dorfstraße wurden nach der Eingemeindung nach Groß-Berlin 1935 in dem für Berlin üblichen Muster Ortsteil mit dem Präfix „Alt-“ umbenannt. 1935 wurden die Dorfaue und der Teil der Dorfstraße vom Alten Krug bis zum Krampenburger Weg in Alt-Müggelheim umbenannt, der nach Südosten führende Teil der Dorfstraße wurde in Gosener Damm benannt. Für 1943 werden auf den 20 Grundstücken in unregelmäßiger Nummerierung teilweise mit mehreren Parteien bewohnte Wohnhäuser, die Kirche (22), die Schule (21) und die Ortsamtsstelle Müggelheim (10) aufgeführt. Im aktuellen amtlichen Verzeichnis sind die Grundstücke 1–22 (fortlaufend) verzeichnet. Bis in die 1920er Jahre war die Dorfstraße ein unbefestigter Sandweg um die Kirche aus der Gründerzeit der Pfälzer Kolonisten mit Grünflächen an den unbefahrenen Stellen. 2006 wurde die Straße im Müggelheimer Zentrum saniert.mueggelheimer-bote.de: Starke Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten befürchtet. (November 2006)140px|Berlin-Müggelheim Alt-Müggelheim 140px|Berlin-Müggelheim Alt-Müggelheim Dorfschule 140px|Berlin-Müggelheim Alt-MüggelheimAm Bauernwäldchen ()410 Waldgebiet, das den ursprünglichen Siedlern gehörte Die Straße Am Bauernwäldchen trug bis zur Benennung nach Bebauungsplan die Bezeichnung Straße 686. Sie liegt zwischen Becherbacher Straße und Geinsheimer Weg nordöstlich vom Gosener Damm. Im Adressbuch 1943 sind neun Wohnhäuser und vier Sommerhäuser ohne Grundstücksnummerierung ausgewiesen. Das aktuelle Verzeichnis nennt die Grundstücke Am Bauernwäldchen 1–39 (ungerade) und 4–40 (gerade).140px|Berlin-Müggelheim Am BauernwäldchenAm Bauersee ()310 Bauersee, Überrest eines Nebenarmes der Spree; auf Wunsch der Anwohner benannt Die Straße 34 wurde 2008 teilweise (im öffentlichen Abschnitt) benannt, sie liegt mit den Grundstücken 1–14 (fortlaufend) zu beiden Seiten der Straße Zur Fähre.FIS-Broker Kartenanzeige Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe), abgerufen am 3. September 2012. Es ist eine kleine ruhige Wohnstraße mit dörflichem Charakter. Der Bauersee in Müggelheim ist der Überrest eines Nebenarmes der Spree, der in Höhe der Siedlung Spreewiesen aus dem Spreelauf abzweigte und östlich des Kleinen Müggelsees über das Rinnsal Parine wieder in den Fluss zurückführt. Die vom Bauersee und von der Spree umflossene „Insel am Bauersee“ ist zufolge der Teilverlandung keine Insel mehr. Der Bauersee ist umgeben von sumpfigem Gelände, Feuchtwiesen und Laubwald. Die Straße 34 ist im Adressbuch 1943 mit einem Wohnhaus in der projektierten Siedlung von Straße 50, über Straße 35, Straße 36, Straße 37, Straße 38, Straße 39, Straße 40, Straße 41, Straße 42 und Straße 43 zur Spree angegeben. Inzwischen ist die Bebauung verschwunden, zwischen dem Verlauf von Straße 38 und Straße 41 und östlich von dieser Forst besteht unbebautes Grünland in dem Siedlungsgebiet am Südufer der Müggelspree. Benannt wurde der öffentliche Teil der Straße, der private Bereich der Straße 34 blieb unberührt, solange die Eigentümer keinen Benennungsantrag stellen.140px|Berlin-Müggelheim Am Bauersee 140px|Berlin-Müggelheim Am BauerseeAm Kaniswall () 1150 Kaniswall, Erhebung um einen kleinen bewaldeten Sandhügel in den Gosener Wiesen Der Weg Am Kaniswall ist eine vom Amt Spreenhagen weitergeführte Verbindung zum Freilandlabor Kaniswall im Berliner Forst, er führt an der Westseite des Waldgebiets des Kanis- und Streitwall entlang und liegt zum Teil in Müggelheim. Er setzt sich nach Südost in Neu-Zittau (Amt Spreenhagen) mit Anschluss über den Kappweg durch die Kaufwiesen zur Berliner Straße außerhalb des Berliner Stadtgebietes fort, und auch der Nordanschluss führt in die Gosener Wiesen außerhalb des Stadtgebiets. Der Kaniswall entstand während der letzten Eiszeit vor etwa 18.000 Jahren im Berliner Urstromtal und ist der südlichste Ausläufer des Barnim. Zur Herkunft der Bezeichnung Kaniswall ist durch Theodor Fontane überliefert, dass im 19. Jahrhundert ein Fischer namens Kahnis mit seiner Familie an diesem Ort lebte. Ob es den Fischer vom Kahniswall tatsächlich gab und ob auf dem Kaniswall die Kolonistenfamilie Blume ansässig war, muss offenbleiben. 140px|Das Freilandlabor an dem ZugangswegAm Müggelberg ()530Müggelberge, Höhenzug im Südosten Berlins Am Müggelberg ist die westlichste Straße im südlichen Müggelheimer Siedlungsgebiet nahe der Grenze zum Ortsteil Köpenick und liegt am östlichen Rand der Müggelberge. Sie liegt zwischen Grünstadter Weg und Philipp-Jacob-Rauch-Straße. Bis zum Benennungszeitpunkt als Straße 601 des Müggelheimer Bebauungsplans geführt. Im Adressbuch 1930 ist die Straße 601 noch nicht aufgeführt, wohl aber weitere 600er Straßen. Im Adressbuch 1935 ist sie zwischen Straße 605 und Feldmark mit vier Wohnhäusern auf nicht nummerierten Grundstücken verzeichnet. Für die Straße sind aktuell in den amtlichen Unterlagen die Grundstücke Am Müggelberg 20–78 (gerade) und 21–75 (gerade) verzeichnet, somit existieren die Grundstücke kleiner 20 nach Nord durch den Stadtforst Köpenick zum Müggelheimer Damm nicht.140px|Berlin-Müggelheim Am MüggelbergAm Steilhang